Herr Rossi findet das Glück

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Nach einem kurzen und intensiven Ausflug in die Formel 1 ist Valentino zu seiner ersten großen Leidenschaft auf vier Rädern zurückgekehrt und siehe da, die Liebe wird erwidert. Der "Doktor" wurde von der Rallye-WM-Gemeinde in Neuseeland nicht nur freundlich aufgenommen, er fühlte sich auch ausgesprochen wohl. Schon brodelt wieder die Gerüchteküche.

Nach Wales 2002 (Ausfall in WP 1 nach einem Ausrutscher) war Neuseeland der zweite WM-Auftritt des Moto-GP-Vizeweltmeisters. Wie bei seinem Debüt vor vier Jahren hatten schwere Regenfälle die Schotterpisten in ordentliche Rutschbahnen verwandelt.

Aus Angst, wieder im Graben zu landen, ließ es der Umsteiger erst einmal ruhig angehen. "Ich habe versucht, mich an die Strecke und das Auto zu gewöhnen und mich zu verbessern." Am ersten Tag war Rossi noch langsamer als einige Gruppe-N-Teilnehmer und lag bereits mit knapp elf Minuten hinter der Spitze.

Valentino Rossi: "Bin so glücklich"

Doch langsam wuchs das Selbstvertrauen des Italieners. Auf der zweiten Etappe fuhr er auf den sechs Prüfungen drei Mal unter die Top-Ten und verlor nur noch knapp sechs Minuten. Sein bestes Ergebnis war ein siebter Rang auf der kurzen Superspecial. "Es ist nicht einfach für einen Neueinsteiger, aber der zweite Tag war sehr gut. Die Prüfungen sind sehr schön und schnell, das Fahren macht richtig Spaß." Nach fast jeder Prüfung strahlte er: "Das war die beste."

Am kürzeren dritten Tag verlor Rossi nur noch knapp vier Minuten und konnte erstmals eine WM-Rallye beenden. Dabei ließ er sein Auto unversehrt und steigerte sich beachtlich. Schenkte er gegenüber Sieger Marcus Grönholm auf der ersten Etappe noch fünf Sekunden pro Kilometer her, waren es auf der zweiten nur noch 2,7 Sekunden. Am letzten Tag drückte Rossi sein Defizit schließlich auf 2,4 Sekunden.

"Meine Leistungen sind immer besser geworden, aber natürlich habe ich noch eine Menge Arbeit vor mir, um richtig schnell zu werden", sagte Rossi. "Aber egal jetzt, wir hatten mächtig viel Spaß und ich bin so glücklich."

Nicht der letzte Auftritt

Rossis Fazit lässt darauf schließen, dass dies nicht der letzte Auftritt in der Rallye-WM war. Rallye-WM-Chef David Richards, der ihm den Subaru für das Gastspiel aufbauen ließ, wähnt den Motorrad-Superstar künftig in seinem WM-Zirkus.

Schon Jahre bevor sich Valentino Rossi im Formel 1 versuchte, nahm er an Rallyesprints und Showveranstaltungen wie dem Race of Champions teil. Dass er nicht sein ganzes Leben als Motorradrennfahrer verbringen wollte, verkündete er schon vor seiner ersten Moto-GP-Saison. Damals lästerte der heute 27-Jährige: "Die Formel 1 ist stinklangweilig. Schau dir doch mal an, wie wenig da überholt wird. Ich finde Rallyes viel besser."

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