Krach bei Panizzis, Rovanperä übernimmt

Foto: McKlein

Gilles Panizzi wirft bei Red Bull-Skoda die Brocken hin, Bruder Hervé will zurücktreten, und Harri Rovanperä übernimmt den frei gewordenen Fabia. Der Finne tritt bereits in Korsika (7. bis 9.4.) für das Team von Raimund Baumschlager und Armin Schwarz an.

Nach der Rallye Spanien hatte Gilles Panizzi die Nase voll und erklärte Teammanager Armin Schwarz, dass er den Red Bull-Skoda nicht mehr fahren werde. "Schlaf erst mal drüber", sagte Schwarz, aber Panizzi war nicht umzustimmen. Kurz danach erklärte sein Beifahrer und Bruder Hervé seinen Rücktritt vom Rallyesport.

Die Panizzi-Brüder halten sich bedeckt, was während der Spanien-Rallye vorfiel, so kann Armin Schwarz nur spekulieren: "Da hat es wohl richtig geknallt." Auffällig ist, dass Panizzi am letzten Rallye-Tag auf Rang acht beachtliche Zeiten fuhr - bis zur vorletzten Prüfung. Panizzi haderte zwischenzeitlich mit einem leicht defekten Reifen und veränderte die Abstimmung seines Fabia auf den letzten Prüfungen.

Plötzlich verlor der Franzose zweieinhalb Sekunden pro Kilometer auf die Spitze. "Das ist ungefähr das Tempo, was du auf Sicht fahren kannst," sagt Schwarz. Die naheliegendste Erklärung: Bruder Hervé stellte nach einem Streit das Vorlesen des Aufschriebs ein.

Sondergenehmigung für "Dirty Harri"

Ab sofort übernimmt Harri Rovanperä das verwaiste Red Bull-Cockpit. "Wir waren mit den Verhandlungen schon ziemlich weit", verrät Schwarz. Rovanperä hätte ab der Rallye Italien (19. bis 21.5.) alle Schotter-Rallyes für Red Bull fahren sollen, doch erst musste eine Sondergenehmigung der FIA eingeholt werden. Teams, die in der M2-Herstellerwertung fahren, dürfen eigentlich keine Top-Fahrer beschäftigen. Am Donnerstag (30.3.) erteilte die Sportbehörde dennoch ihren Segen, denn alle Konkurrenten hatten zuvor zugestimmt, dass "Dirty Harri" fahren darf.

Der routinierte Finne, der auf festem Belag nie zu den Besten zählte, hat nur einen kurzen Testtag am Montag (3.3.), um sich an den Fabia zu gewöhnen, dann beginnt bereits das Kosika-Training. "Da kann Harri fahren, wie er will. Es ist bloß ein Test für Sardinien." Nach dem Asphaltgeschlängel durch die korsischen Berge darf Rovanperä dann den Fabia ausgiebig auf Schotter ausprobieren.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Thierry Neuville - Hyundai - Rallye Sardinien 2018 - WRC Rallye-WM Sardinien 2018 Neuville ringt Ogier nieder
Beliebte Artikel Rallye Spanien Erneuter Loeb-Sieg Ekström wieder im Skoda
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen VLN 7 - Nürburgring - 22. September 2018 VLN, 7. Lauf 2018 Black Falcon siegt vor Frikadelli Falken Porsche 911 GT3 R 2019 - VLN 7 - 20. September 2018 VLN Vorschau, 7. Lauf 2018 Falken mit neuem Porsche
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018 Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu