Markus Fahrner und das kleine Wunder

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Trotz altem Material machte ein deutscher Newcomer bei der Deutschland-Rallye auf sich aufmerksam. Markus Fahrner legte sich mit den Teilnehmern der Junioren-WM an und gab ihnen zu Beginn gleich das Nachsehen. Die ersten Teammanager haben sich den Namen des Schwaben vorsorglich schon mal buchstabieren lassen.

Subaru-Sportdirektor Luis Moya klagte bei einem Abendessen vor der Deutschland-Rallye über den Mangel an deutschen Protagonisten in der WM. Zu allem Überfluss erklärte mit Armin Schwarz der einzige regelmäßige WM-Teilnehmer aus Deutschland am Tag vor der Rallye auch noch seinen Rücktritt.

Weitgehend unbeachtet blieb daher der erste große Auftritt des Markus Fahrner. Der Kleinheppbacher fuhr beim Shakedown die fünftschnellste Zeit und war bester Laune. Angesprochen auf seine Prognose gegen die Junioren-Weltelite aus der Super 1.600-Klasse meinte er: "Erster, und dahinter sehen wir mal."

Ein Reifenschaden beendete den Höhenflug

Was als Spaß gedacht war, wurde Ernst. Nicht die mit viel Aufwand entwickelten Werks-Suzuki Swift oder Citroen C2 übernahmen auf der ersten Prüfung die Führung, sondern Markus Fahrner. Plötzlich nahmen auch die Herren Sordo, Meeke und Wilks Notiz von dem Opel-Fahrer, der die Super 1.600-Kategorie des deutschen Championats anführt.

Ein Reifenschaden auf der zweiten Prüfung kostete drei Minuten und Mentor Dieter Schneppenheim schüttelte den Kopf. "Drei Minuten zum Reifenwechsel sind zuviel. Das muss schneller gehen." So war früh klar, dass es mit dem Klassen-Sieg nichts werden würde. Ein Mauertreffer und ein weiterer Plattfuß kosteten erneut Zeit.

20 PS weniger als die Konkurrenz

"Die sechs Minuten holen wir doch locker auf", flachste Fahrner im Etappenziel, nachdem er zwei drittbeste Zeiten hingelegt hatte. Mehr als ein paar weitere kleine Achtungserfolge waren nicht mehr drin. Im Getriebe hatte sich der zweite Gang verabschiedet, ein Problem, das bereits bei der Eifel-Rallye im Juli aufgetaucht war. "Wir mussten mit gebrauchten Teilen starten. Es gab einen Lieferengpass in England", klagte man beim Irmscher-Team.

Trotz des sang- und klanglosen Endes war man im Fahrner-Lager über den ersten richtigen WM-Auftritt happy. Den aktuellen Citroen C2 werden 235 PS nachgesagt. Der zwei Jahre alte Corsa hat mindestens 20 Pferdestärken weniger. Am letzten Rallye-Tag suchte Manager Schneppenheim Subaru-Mann Moya auf. Dem musste man den Namen Fahrner schon nicht mehr buchstabieren.

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