McRae zuversichtlich nach Xsara-Test

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Colin McRae ist zufrieden nach ersten Tests mit dem Citroën Xsara, Sébastien Loeb ist zufrieden mit der Nominierung seines Ersatzmannes, und Teamchef Marc van Dalen hofft, dass sein Neuzugang reichlich Unfrieden bei Konkurrent Ford stiften kann.

Seit seiner Entlassung bei Citroën Ende 2003 hat Colin McRae lediglich zwei WM-Rallyes (Großbritannien und Australien 2005) bestritten. Im Xsara saß er seit fast drei Jahren nicht mehr, dementsprechend setzte das Kronos-Team einen Extra-Test für den Ex-Weltmeister an.

"Es war wichtig, mal mit den passiven Differenzialen zu spielen", sagte der Schotte, der den Xsara nur mit aktiven Differenzialen kannte. McRae fühlte sich sofort wieder heimisch an seinem früheren Arbeitsplatz. In der Türkei hofft er auf einen Vorteil durch seine Startposition. Da er 2006 keine Punkte sammelte, startet er am Schluss der Werksfahrerriege. Marcus Grönholm muss dagegen als Erster auf die Strecke und den Straßenfeger spielen. "Das könnte ein Vorteil für mich sein. In Australien lief es auch so. Ich fand am ersten Tag saubere Straßen vor, konnte mein Selbstvertrauen aufbauen und am zweiten Tag vorne mitfahren."

"Wir werden ihm auftragen, maximalen Druck auf Marcus auszuüben", sagt Marc van Dalen, der die Marken-Wertung im Auge hat, wo Citroën lediglich noch sieben Zähler Vorsprung vor Ford besitzt. Der Belgier verteidigt die Verpflichtung des 38-jährigen Schotten. "Mit seiner Erfahrung mit dem Auto und im Allgemeinen, kann Colin in kürzester Zeit konkurrenzfähig sein, außerdem ist er extrem motiviert."

Märtin und Galli standen zur Debatte

Auch der verletzte Sébastien Loeb glaubt an den ehemaligen Superstar: Es gibt nicht viele Fahrer, die sich mit Marcus messen können, aber ich denke Colin ist einer von ihnen." Laut Loeb standen noch zwei weitere Kandidaten auf der Liste: Der Ende 2005 zurückgetrene Markko Märtin und der durch den Mitsubishi-Rückzug freigestellte Gianluigi Galli.

Loeb hofft, dass er bereits in Australien (27. bis 30.10.) wieder starten kann, verspricht aber, ein braver Patient zu sein: "Die Ärzte werden mir sagen, ob ich wieder fahren kann. Wenn sie ihr Ok für Australien geben, dann wird mich nichts halten können. Wenn ich nach Neuseeland noch nicht wieder 100% fit bin, Marcus aber die drei vorhergehenden Runde gewonnen hat, dann müssen wir uns etwas für Wales überlegen und sehen, wo ich die fehlende Punkte holen kann."

Loeb hatte sich bei einem Mountainbike-Unfall nach der Rallye Zypern mehrfach den Arm gebrochen und sich eine Operation unterzogen. Bei der kommenden Rallye Türkei (13. bis 15.10.) fällt der Tabellenführer (35 Punkte Vorsprung) definitiv aus.

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