Mitsubishi gibt Gas

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Mitsubishi will mit dem neuen Lancer WRC endlich wieder aus der Talsohle. Mit neuer Technik, neuem Reifenpartner und neuem Fahrer soll das Team vom Hinterbänkler zur Topmannschaft werden. In der zweiten Saisonhälfte sollen Podiums-Plätze möglich sein.

Der Aufbau Ost vollzieht sich allerdings bei Mitsubishi weiterhin in kleinen Schritten. Die Technik-Mannschaft um Chefdesigner Mario Fornaris hat in den vergangenen Monaten hauptsächlich an einem sequenziellen Getriebe mit automatischer Kupplung gearbeitet. Das System ist bereits getestet und soll zur Rallye Monte Carlo zum Einsatz kommen.

Ob beim Saisonauftakt Ende Januar auch ein aktives Mitteldifferenzial zur Verfügung steht, ist eher unwahrscheinlich. "Wir müssen das noch mehr testen. Wir rechnen mit einer trockenen Monte und auf Asphalt sind aktive Diffs nicht so entscheidend", sagt ein Teamsprecher.

Neuzugang Harri Rovanperä hat die neue Technik bereits in der vergangenen Woche auf Sardinien getestet, in der kommenden Woche geht das Team nach Schweden, um den überarbeiteten Allradantrieb auf Schnee zu erproben. Wenn alle Stricke reißen, soll das Debüt spätestens zur Rallye Mexiko im März erfolgen. Ein aktives Front- und Mitteldifferenzial ist ebenfalls in Vorbereitung, genießt jedoch keine Priorität, da die Sporthoheit FIA diese aufwendige und teure Antriebstechnik 2006 verbieten will.

Motor mit besserem Ansprechverhalten

In Monte Carlo steht auf jeden Fall ein überarbeiteter Motor zur Verfügung. Der Vierzylinder hat einen neuen Ansaugtrakt und ein überarbeitetes Anti Lag-System, das das Ansprechverhalten deutlich verbessern soll. Im Laufe des Frrühjahrs soll auch ein neuer Turbolader homologiert werden. "Wir können jetzt deutlich näher ans Limit gehen", sagt Technik-Chef Fornaris.

Der Motor sitzt in einem neuen Chassis. Nach den 2005er Regeln durfte der Lancer um drei Zentimeter auf 1,8 Meter in die Breite wachsen. Die Aerodynamik erhält noch letzten Schliff. Heckstoßstange und hintere Radhäuser werden noch geändert, bei den vorderen Kotflügeln steht die endgültige Form noch nicht fest.

Neues Fahrwerk, neue Reifen

Die breitere Spur sorgt für größere Federwege. Das Fahrwerk war der entscheidende Schwachpunkt des Vorgängers. Seit der Spanien-Rallye ist das Problem dank selbst entwickelter Stoßdämpfer behoben. Im Laufe des Jahres sollen auch Dämpfer der Firma BOS erprobt werden. BOS-Dämpfer arbeiten erfolgreich in den Dakar-Pajeros von Mitsubishi.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Wechsel des Reifenpartners. Die auf grobem Schotter überlegenen Pirelli werden Mitsubishi bei einigen der zwölf Schotter-Rallyes im Kalender von Vorteil sein, auf Asphalt dagegen ist Pirelli den Michelin seit Jahren unterlegen. Da auch Peugeot und Subaru mit Pirelli arbeiten, erhofft sich Mitsubishi-Sportchef Isao Torii einen Entwicklungssprung bei den Italienern. Der Wechsel hat aber hauptsächlich finanzielle Gründe. Während sich Michelin den Reifenservice fürstlich bezahlen lässt, ist die Ausrüstung bei Pirelli für Mitsubishi kostenlos.

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