Mitsubishi mit neuem Allradantrieb

Foto: Mitsubishi

Bei der Rallye Mexiko (11.-13.3.) wird der Mitsubishi Lancer WRC 05 erstmals mit einem aktiven Mitteldifferenzial ausgerüstet. Die Fahrer versprechen sich ein deutlich besseres Fahrverhalten.

Der Saisonbeginn war für die restlichen Werksteams ein Schlag ins Gesicht. Seit Jahren bauen sie gleich drei Computer-gesteuerte Differenziale in ihre Auto, experimentieren mit aufwändiger Elektronik und Hydraulik, und dann kommt da dieses Mitsubishi-Team mit einem passiven Allradantrieb und sammelt 17 WM-Punkte.

Nach dem dritten Rang auf dem Asphalt der Rallye Monte Carlo und Platz fünf auf den vereisten Pisten Schwedens ist die Rallye Mexiko die erste Schotter-Veranstaltung für den Lancer WRC 05. Um für das Debüt des aufgerüsteten Allradsystems gerüstet zu sein, absolvierten Harri Rovanperä und Gilles Panizzi bis Ende der vergangenen Woche lange Tests. Erst am Montag (28.2.) fiel die Entscheidung, das System in Mexiko einzusetzen. Sportchef Isao Torii wollte sicher gehen, dass keine Zuverlässigkeitsprobleme auftreten.

"Ich habe zuletzt zwei Tage und 350 Kilometer getestet und das Auto geht besser und besser", sagt Gilles Panizzi. "Das aktive Mitteldifferenzial verbessert die Traktion und das Handling, vor allem beim Hineinbremsen in Kurven." "Dieser Schottertest war sehr gut", pflichtet Harri Rovanperä bei. "Wir haben ebenfalls bei der Aufhängung einige Fortschritte gemacht."

Sportchef Torii: "Beide Autos ins Ziel bringen."

Das in Monte Carlo erstmals eingesetzte, neue Fahrwerk des Lancer erlebt in Mexiko seine Schotterpremiere. Neu für alle Teams ist auch der Umgang mit den Schotter-Reifen. "Die fühlen sich gut an. Ich bin bei den Reifen ganz zuversichtlich", sagt Rovanperä, obwohl Untergrund und Wetter beim Test nicht den Bedingungen in Mexiko entsprachen.

Trotz Tabellenrang drei backt das Team aus dem englischen Rugby vor dem dritten WM-Lauf kleine Brötchen. Zu frisch sind die Erinnerungen an das desaströse Jahr 2004. "Unser Ziel ist, beide Autos ins Ziel zu bringen und Punkte in der Marken-Wertung zu sammeln", sagt Sportchef Torii.

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