Nicolas Vouilloz

E.T. auf vier Rädern

Foto: Mc Klein 10 Bilder

Nicolas Vouilloz dominierte die Mountainbike-Abfahrtsszene wie kein Zweiter. Über ein Jahrzehnt drückte der Franzose dem Downhillsport mit zehn Weltmeistertiteln und unglaublichen 117 Weltcupsiegen seinen Stempel auf. Nun sammelt "E.T." Siege im Rallyesport.

Gerade auf technisch anspruchsvollen Kursen brachte ihm seine Fähigkeit, äußerst geschmeidig und dennoch schnell und präzise mit dem Bike umzugehen, den Spitznamen "E.T., Der Außerirische“ ein. Wo andere stürzten, schien er einfach über verblockte Passagen hinwegzuschweben.

Die Rede ist von Nicolas Vouilloz, 30 Jahre alt, geboren in Nizza, Frankreich. Das Ausnahmetalent zeichnete sich stets durch einen ausgeprägten Hang zur Geschwindigkeit sowie eine äußerst seriöse und professionelle Einstellung zum Sport aus. Dabei ist Vouilloz eher der ruhige Typ, der nicht viel Aufsehen um seine Person macht – obwohl er zweifelsfrei könnte. Nachdem er im Downhillsport mit zehn WM-Titeln im Gepäck alles erreicht hatte, galt es für ihn neue Herausforderungen zu finden.

Nach einigen Probe-Ausflügen in 2001 suchte Vouilloz diese ab 2003 hauptberuflich im Rallyesport. Mit Peugeot als Partner erhielt der absolute Quereinsteiger 2001 erstmals die Möglichkeit, sein Talent zwar weiterhin überwiegend abseits der Straßen, aber mit motorisierten vier, statt mit muskelkraftbetriebenen zwei Rädern, zu beweisen. In einem Clio RS startete Vouilloz mit Beifahrer Steve Rebroin erstmals bei der Rallye Monte Carlo. Bereits in den beiden Folgejahren konnte er mit einem Peugeot einige Achtungserfolge wie dem 5. Platz bei der Rallye du Var erzielen.

Drei Jahre nach seinem Debüt schon in der Königsklasse

Und schon 2004 - nur knapp drei Jahre nach seinem Debüt - findet sich der Name Vouilloz auf den Ergebnislisten der Königsklasse wieder. Das beste Resultat gelingt ihm bei der Großbritannien-Rallye mit dem 9. Platz im Peugeot 206 WRC. Eine beachtliche Leistung, angesichts der Tatsache, dass es sich um eine schnelle Schotter-Rallye mit starker Besetzung von über 30 WRC-Autos handelte. Zudem gilt Vouilloz eher als Straßenspezialist, denn in der französischen Meisterschaft wird ausschließlich auf festem Untergrund gefahren.

Den hat Vouilloz schon gut im Griff. Mit drei Siegen in drei Läufen führt er das französische Championat 2006 souverän an. Bislang hatte Patrick Henry im Citroën Xsara jedes Mal das Nachsehen. Am 7. Juli steht in der Pyrenäen der vierte von insgesamt acht Läufen an. Wir dürfen also gespannt sein, ob sich der Außerirdische auch im internationalen Rallyesport etablieren kann.

Vouilloz ist nicht der erste Seiteneinsteiger, der im französischen Rallyesport zu Ehren kommt. 2004 eroberte der früherer Formel 1-Fahrer Stéphane Sarrazin den Titel der Grande Nation. Nach beeindruckenden Leistungen bei sporadischen Auftritten in der Weltmeisterschaft ist Sarrazin Mitglied im Subaru-Werksteam.

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