Peugeot 207 RCup

Mit Allrad und 280 PS

Foto: Peugeot 9 Bilder

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert Peugeot neben dem Kleinwagen 207 die Studie eines Rallye-Autos auf gleicher Basis. Der 207 RCup soll ab 2007 als Sportgerät für Privatfahrer in der Rallye-Weltmeisterschaft zur Verfügung stehen.

Es hat Tradition, dass Peugeot seine Rallye-Autos in Genf präsentiert. So handhabten es die Franzosen auch schon bei den Modellen 205 Turbo und 206 WRC. Beide Geräte waren höchst erfolgreich und sammelten insgesamt neun Weltmeister-Titel (Fünf Marken- und vier Fahrer-Weltmeister).

Der jüngste Bolide mit dem Löwenwappen ist für Werkseinsätze allerdings vorerst nicht vorgesehen. Der 207 RCup soll vor allem Privatkunden ein ernsthaftes, aber bezahlbares Rallye-Gerät bieten. Die in Genf gezeigte Studie ist nach den Regeln des "Super-2000"-Reglement aufgebaut, mit dem die FIA den explodierenden Kosten in der Rallye-WM begegnen will. Einsatzfertig sollen diese Autos ab 180.000 Euro zu haben sein. Zum Vergleich: Ein aktuelles World Rally Car ist etwa drei Mal so teuer.

Sequenzielles Getriebe und hydraulische Handbremse

Statt Zweiliter-Turbomotor mit 330 PS arbeitet unter der Haube des 207 ein gleichvolumiger Saugmotor. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, schreiben die Regeln einen Drehzahlbegrenzer bei 8.500/min vor. So kommt der Super 2000-Renner auf 280 PS. Wie bei den WRC darf der serienmäßige Fronttriebler mit Allradantrieb ausgerüstet werden. Computergesteuerte Differenziale und jegliche elektronische Fahrhilfen sind jedoch aus Kostengründen verboten.

Die Kraftübertragung erledigt ein sequenzielles Sechsganggetriebe, die Wendigkeit erhöht eine hydraulische Handbremse. Wie die großen WRC-Brüder steht der 207 auf 18-Zoll-Rädern mit 235 Millimeter Breite. Bei Schotter-Rallyes kommen 15-Zöller zum Einsatz.

Gegenüber der Serienversion wurde das Chassis für Asphaltwettbewerbe um zehn Zentimeter abbesenkt. Die breiten Räder sind unter wuchtigen Kotflügelverbreiterrungen untergebracht. Die Gesamtbreite wuchs auf 1,80 Meter. Die Studie trägt bereits einen Stahl-Überrollkäfig.

Fiat in den Startlöchern

2007 hat die Sportbehörde FIA zum Test des neuen Reglements eine Rumpfmeisterschaft aus vier Läufen (Südafrika, Madeira, San Remo und China) vorgesehen. Die Super 2000-Autos sind zudem in der Weltmeisterschaft in der seriennahen Gruppe N startberechtigt, wo sie gegen Mitsubishi Evo VIII und Subaru Impreza WRX antreten.

Ob die neue Serie wie geplant preiswert und den Privatiers vorbehalten bleibt, darf bezweifelt werden. Neben Peugeot hat Fiat auf Basis des Grande Punto einen Super 2000 entwickelt und angeblich bereits Ex-Weltmeister Colin McRae als Fahrer an Land gezogen. Erfahrung mit dem neuen Regelwerk haben bereits Toyota und VW gesammelt. In Südafrika fuhren die beiden Konzerne mit Corolla und Polo nach Super 2000-Bestimmungen schon 2005 gegeneinander.

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