Rallye Argentinien, 2. Etappe

Loeb übernimmt das Kommando

WRC Argentinien 2013 Foto: McKlein 44 Bilder

Nach einem Fehler von VW-Pilot Sébastien Ogier liegt Sébastien Loeb im Citroën DS3 in der Provinz Cordoba in Führung. Auch sonst zeigt sich das Klassement deutlich durcheinander gewirbelt.

Den Morgen hatte Sébastien Ogier mit einer Bestzeit begonnen, um Kontrahent Loeb den Zahn von der Siegchance gleich zu ziehen. Doch Ogier zog ein bisschen zu heftig, auf der zweiten Tagesprüfung verbremste sich der VW-Fahrer auf einer schlammigen Passage und rasselte in einen Zaun. Außer etwas Kosmetik und der Frontscheibe hielt sich der Schaden in Grenzen, aber 40 Sekunden und die Führung waren beim Teufel.

Ogier mit knapp 40 Sekunden Rückstand

Plötzlich lagen mit Loeb und Mikko Hirvonen zwei Citroën an der Spitze. Letzteren kassierte Ogier schon auf der dritten Tagesprüfung wieder ein, denn Hirvonen kassierte rund 30 Sekunden nach einem Reifenschaden. Doch auch Ogier hatte einen Plattfuß und Glück im Unglück. Die Panne trat so spät auf, dass er nur fünf Sekunden einbüßte, allerdings war damit seine Attacke auf Loeb verpufft. Auf Prüfung neun von Ambay nach Yacanto kassierte Ogier weitere zehn Sekunden, da er mangels Ersatzrad keinen weiteren Reifenschaden riskieren wollte. Ogier geht mit knapp 40 Sekunden Rückstand in die vier abschließenden Prüfungen des Samstags – zu viel, um den Sieg aus eigener Kraft zu schaffen.

Auf Platz drei findet sich plötzlich der unauffällig agierende Evgeny Novikov im besten Ford wieder, gefolgt von Latvala im zweiten Polo und Thierry Neuville in einem weiteren Fiesta.

Für den vorher Drittplatzierten Hirvonen kam es noch dicker. Dem Finnen ging plötzlich der Motor aus. Ein Elektrikschaden legte seinen DS3 so nachhaltig lahm, dass fast sechs Minuten beim Teufel waren und Hirvonen bis auf Platz sechs zurückfiel. Die Kellerfahrt machte auch Andreas Mikkelsen im dritten VW Polo mit. Der Norweger musste mit gebrochener Aufhängung aufgeben, schwor, keinen Stein neben der Piste getroffen zu haben und fiel auf Rang neun zurück.

Armin Kremer landet auf letztem Rang in der WRC2

Für Fords Speerspitze Mads Östberg entwickelte sich der Tag überraschend freundlich. Der Norweger schaffte eine Bestzeit, saugte Martin Prokops Fiesta auf und profitierte von Mikkelsens Problem. Östberg übernachtete nach seinem Lenkungsbruch am Donnerstag doch wieder auf Platz sieben.

Apropos Lenkung: Armin Kremer ließ im Subaru Impreza von Stohl Racing die Dämpfer immer weicher einstellen und machte in der Ergebnisliste deutliche Fortschritte. Bis auf Rang drei in der WRC2 und Platz zwei in der Produktionswagenwertung war der Ex-Europameister schon vorgestoßen, als ihm auf der neunten Prüfung die Lenkung brach. Kremer und Beifahrer Klaus Wicha reparierten den Spurstangenkopf und konnten ihre Fahrt zur Superspecial bei Carlos Paz fortsetzen. Allerdings benötigten sie für die Reparatur rund 20 Minuten, was bei Teamchef Manfred Stohl zu erhöhtem Ladedruck führte. Hätte das einzige deutsche Team im Wettbewerb einen Ausfall vermeldet, wären gemäß des Rally-2-Reglements lediglich zehn Strafminuten fällig gewesen, was Kremer nur einen Platz gekostet hätte. So endete er auf dem achten und letzten Rang in der zweiten Liga WRC2.

Am Samstag stehen noch vier Prüfungen auf dem Programm. Die berühmten Strecken von Mina Clavero und El Condor mit insgesamt 39 Kilometern sind jeweils zwei Mal zu absolvieren.

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