Rallye Australien

Loeb raus - Solberg vorn

Foto: McKlein

Der Norweger Peter Solberg hat im Subaru Impreza die erste Etappe beim Finale der Rallye-WM in Australien gewonnen. Solberg fuhr nach den ersten elf der 26 Schotterprüfungen einen Vorsprung von 46,6 Sekunden auf den belgischen Citroën-Piloten François Duval heraus.

Über Langeweile kann der Rallye-Zirkus in Australien nicht klagen. Schon am ersten Tag kam reichlich Bewegung ins Klassement. Peugeot kassierte einen Totalausfall. Daniel Carlsson flog schon in der dritten Prüfung ab, Marcus Grönholm beschädigte auf der siebten Prüfung seine rechte Vorderradaufhängung und musste kurze Zeit später aufgeben.

Den ersten nennenswerten Fehler der Saison leistete sich Weltmeister Sébastien Loeb. Der Elsässer hatte trotz nachteiliger Startposition gerade die Führung übernommen, da warf er seinen Citroën Xsara vor einen Baum. Loeb und Beifahrer Daniel Eléna blieben unverletzt, doch die Rallye ist für den zehnmaligen Saisonsieger beendet. Es ist erst der zweite Ausfall in 16 Rallyes für den Franzosen.

Zeitstrafen für Ford

Toni Gardemeister und Roman Kresta belegen beim ersten Wettbewerbseinsatz des neuen Ford Focus die Ränge sieben und acht. Beide wurden mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt, da sie mit neuen Motoren an den Start gingen. In der Rallye-WM müssen die Aggregate wie in der Formel 1 zwei Wettbewerbe aushalten. Der Motor aus dem zuvor eingesetzten Modell passt jedoch nicht in die neuen Autos. Ohne die Zeitstrafe lägen die beiden Ford auf den Rängen fünf und sechs.

Der Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft scheint entschieden. Petter Solberg übernahm nach dem ersten Tag die Führung. Kontrahent Marcus Grönholm darf nach dem Superallye-Reglement am Samstag (11.11.) zwar wieder starten, kann aber aus eigener Kraft Solberg nicht gefährden. Eine starke Vorstellung bot mit vier Bestzeiten der Australier Chris Atkinson im zweiten Subaru. Atkinson führte sogar kurz, doch Lenkungsprobleme warfen ihn um über eine Minute zurück. Er liegt nun auf Platz zehn.

Sensation bei Skoda

Die eigentliche Sensation lieferte aber Colin McRae. Ausgerechnet in einer Zeit, in der sich Ausstiegsgerüchte von Skoda verdichten und Technik-Chef Dietmar Metrich seinen Rücktritt erklärte, schob sich der Schotte im Fabia WRC auf den dritten Rang - die beste Platzierung seit Kenia 2001. McRae hat lediglich 1,4 Sekunden Rückstand auf den zweitplatzierten Francois Duval. "Meine Startposition hat sicher geholfen, aber das Auto liegt auch prima", lobte McRae.

Armin Schwarz liegt nach elf Prüfungen auf Rang elf. "Das ist zwar meine letzte Rallye, aber ich war vor dem Start so nervös, als wäre es meine erste. Es ist so leicht, hier einen Fehler zu machen. Ich gehe kein Risiko ein und fahre immer schön in der Mitte der Straße", sagte der Franke. Der zweite deutsche Teilnehmer Antony Warmbold ist dagegen nach einem Unfall ausgeschieden.

Zu den Ergebnissen

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Ott Tänak - Toyota Yaris WRC - Rallye Türkei 2018 Rallye Türkei 2018 Tänak nach Sieg voll im Titelkampf
Beliebte Artikel Rallye Australien Solberg führt hauchdünn Ford: Hirvonen oder Märtin
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Ferrari 812 Monza SP 1 und Monza SP2 Ferrari Monza SP1 und Monza SP2 (F176) Limitierte Hardcore-Renner auf 812-Basis Erlkönig Mercedes-AMG A45/A50 Erlkönig Mercedes-AMG A-Klasse A45/A50 (2019) Hier fährt der A45-Nachfolger
Allrad Suzuki Jimny 2018 Weltpremiere Suzuki Jimny (2018) Neuauflage startet ab 17.915 Euro Cadillac XT4 (2018) Fahrbericht Cadillac XT4 (2018) Fahrbericht Unterwegs mit dem neuen kompakten Luxus-SUV
Oldtimer & Youngtimer Ford Sierra I Cosworth 1985 50 Jahre Ford RS Schnelle Escort, Sierra, Focus Girls & Legendary US-Cars 2033 Girls & Legendary US-Cars 2019 Pin-Up-Girls und Muscle Cars