Rallye de France

Ford dominiert in Korsika

Foto: McKlein

Bestzeiten wurden heute nur von den Ford-Piloten gefahren: Markko Märtin lieferte drei und behauptete damit die Führung der Rallye. Francois Duval sicherte sich seinen zweiten Platz dank einer Topzeit. Sebastien Loeb hielt sich geschickt auf dem dritten Platz. Armin Schwarz wurde Neunter.

In der Nacht zum Samstag (16.10.) hatte es gegossen – die Pisten in Korsika lagen am zweiten Tag der Rallye erneut unter dicken, schwarzen Wolken. Es war rutschig auf dem Asphalt, schmutzig, immer wieder fielen zum Teil wütende Schauer. Die Reifenwahl wurde erneut zum Vabanque-Spiel. Allerdings: Zwei außerhalb des eigentlichen Service-Lagers eingerichtete, spezielle Reifenwechsel-Punkte gaben den Teams bessere Möglichkeiten als am Freitag, die Bereifung ihrer Wagen nach jeweils einer Sonderprüfung an die wechselnden Verhältnisse anzupassen.

46 Teams von gestern noch 53 machten sich am Morgen um 7.50 Uhr auf in den längsten Tag der Rallye mit vier Sonderprüfungen. 421,56 Kilometer waren zu absolvieren, davon 154,36 Kilometer Sonderprüfungen, unter ihnen zweimal die Mörderetappe von Peri - Bastelica mit je 40,94 Kilometern.

Kleines Chaos in der Morgenstunde

Cedric Robert, von Peugeot als junger Punktemacher eingesetzt, sorgte für Aufregung: Als Neunter ging er auf die erste Sonderprüfung des Tages, flog nach drei Kilometern grandios raus und blockierte die Strecke für die Nachfolgenden. Sein Kollege Marcus Grönholm stoppte vor dem quer stehenden 307 von Robert, stieg aus und wollte beim Wegschieben helfen. Carlos Sainz (Citroen) traf als nächster Helfer ein – man bekam den Wagen nicht von der Strecke. Die Prüfung wurde für 26 Minuten unterbrochen, Grönholm und Sainz rollten langsam ins Ziel und wurden mit von Kommissaren berechneten Zeiten abgefunden: Sainz wurde als Viertschnellster klassiert und Grönholm als Fünfter. Robert meldete sich endgültig ab. Schnellster aber war Markko Märkin vor seinem Ford-Markengenossen Francois Duval. Sebastien Loeb (Citroen) fuhr wie schon gestern seinen Sicherheits-Stil und kam als Dritter ein – lockere 17 Sekunden vor Petter Solberg (Subaru) als Sechster. Armin Schwarz wurde Achter hinter seinem Skoda-Gefährten Toni Gardemeister.

In der zweiten Sonderprüfung des Tages das gleiche Bild wie am Morgen: Die Ford von Märtin vor Duval an der Spitze, dahinter Loeb und Sainz auf den Xsara, gefolgt von Grönholm vor einem verzweifelten Solberg. "Wir versuchen alles, aber nichts scheint zu gehen. Uns kann nur noch eine Sintflut helfen“, resignierte Solberg. Schwarz hatte Probleme mit seiner Hydraulik und fiel auf den 14. Platz zurück – hinter Antony Warmbold (Ford), dessen Auto erstmals seit zwei Rallies zu laufen schien.

Ford vorne völlig ohne Gegner

Wie schon bei den zwei Sonderprüfungen am Morgen regierten auch am Nachmittag, als immer wieder Regen prasselte, die beiden Ford: Duval vor Märtin machte die Musik in der siebten Wertungsprüfung. Loeb (Citroen) begnügte sich in dieser Sonderprüfung taktisch klug auf zu harten Pneus mit der drittbesten Zeit, Solberg fuhr 2,3 Sekunden langsamer, wurde Viertschnellster, blieb aber weiterhin um über zwei Minuten hinter Loeb zurück. "Ich kann versuchen was ich will, es führt zu nichts. Nur Regen kann uns helfen“, erklärte Solberg. Hinter dem Norweger kamen Grönholm (Peugeot) und Sainz (Citroen) ein. Mikko Hirvonen (Subaru) wurde Neuntschnellster vor Gardemeister (Skoda) und Loix (Peugeot). Armin Schwarz brachte seinen Fabia auf einen 12. Platz und rutschte, begünstigt durch den Ausritt des vor ihm platzierten Peugeot-Juniors Alexandre Bengue, vor auf die 10. Position im Gesamtklassement.

Die letzte Sonderprüfung ging erneut an Märtin (Ford) – seine vierte Bestzeit dieser Rallye. Hinter ihn setzte sich Loeb (Citroen), dicht gefolgt von Duval auf dem zweiten Ford. Sainz (Citroen) und Grönholm (Peugeot) waren schneller als der amtierende Weltmeister Solberg auf Subaru: Er kam nur als sechster ein. Armin schwarz (Skoda) war 40 Sekunden schneller als sein Kollege Gardemeister und schob sich damit vor auf den 9. Platz im Gesamtklassement.

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