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Rallye Deutschland (Tag 1)

Starker Beginn von VW

Mit einer Doppelführung ging das VW-Team nach dem ersten halben Tag des deutschen WM-Laufes schlafen. Die Citroën liegen schon klar zurück.

Es waren nur knapp 38 Kilometer, die die Teams nach dem Start vor der imposanten Kulisse des Kölner Doms in Höchstgeschwindigkeit auf dem Weg zum Abend-Stopp in Trier zurücklegen mussten, doch für manche sieht es wie eine Welt aus. Bereits rund 20 Sekunden liegt Asphalt-Ass Dani Sordo im Citroën DS3 nach den ersten zwei Prüfungen der Deutschland-Rallye zurück, bei Teamkollege Mikko Hirvonen sind es bereits 25 Sekunden. "Es fühlte sich eigentlich nicht schlecht an, aber es überrascht, wie schnell die VW sind", gestand Sordo im Etappenziel.

VW legen hohes Tempo vor

Vor allem die beiden Werks-VW schlugen ein beachtliches Tempo an, Tabellenführer Sébastien Ogier gewann beide Tagesprüfungen vor Teamkollege Jari-Matti Latvala. Der Finne hält mit nur 5,7 Sekunden Rückstand auch Tuchfühlung zur Spitze. Dabei glaubt Ogier, er hätte könnte noch schneller fahren können: "Ich hatte auf der ersten Prüfung starkes Untersteuern", sagte der Franzose.
 
Ein wenig über die Vorderräder rutschte auch der Ford Fiesta von Thierry Neuville, aber der M-Sport-Pilot hält mit 12,7 Sekunden Rückstand weiter Anschluss an die Spitze. Komplett von der Straße rutschte bereits nach drei Kilometern sein Teamkollege Evgeny Novikov. Dessen Ford war zwar kaum beschädigt, kam aber aus einem Graben aus eigener Kraft nicht auf die Strecke zurück. "Ich habe einfach zu stark angegast", sagte der Russe kleinlaut und muss die erste richtige am Freitag mit zehn Strafminuten angehen. Genug gestraft fühlt sich bereits Mads Östberg im dritten Ford. Der Norweger kam auf den ersten trockenen Asphaltprüfungen der Saison nicht in einen brauchbaren Rhythmus und belegt mit rund 30 Sekunden Rückstand nur Rang sechs.

Kubica rockt WRC2 mit Fabelzeit

Gut sieht es bisher bei der deutschen Fraktion aus. Zwar schockte Ex-Formel-1-Mann Robert Kubica das Feld der WRC2 mit einer Fabelzeit auf der ersten Prüfung und übernahm problemlos die Führung vor dem Waliser Elfyn Evans, aber das deutsche Trio Sepp Wiegand (Skoda), Armin Kremer (Ford) und Mark Wallenwein (Skoda) hält die Ränge drei bis fünf. VW-Junior Wiegand hat auf Kubica rund 23 Sekunden Rückstand und muss drauf hoffen, dass sich Kubica im Gewirr der Moselweinberge am Freitag schwerer tut.
 
In der WRC3-Kategorie schlägt sich der deutsche Citroën-Junior Christian Riedemann gegen die starke Asphaltkonkurrenz aus Frankreich bisher ausgezeichnet. Der Sulinger liegt mit nur 3,3 Sekunden Rückstand auf Frankreichs Talent Sébastien Chardonnet auf Platz zwei.

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