Rallye Finnland

Grönholm weiter auf Siegeskurs

Foto: McKlein

Der Finne Marcus Grönholm hat Kurs auf seinen ersten Saisonsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der Vorjahressieger deklassierte am Samstag (6.8.) mit seinem Peugeot 307 auf der zweiten Etappe der Finnland-Rallye die Rivalen.

Mit sechs von acht möglichen Tagesbestzeiten setzte sich der zweifache Champion um 1:07,0 Minuten vom französischen Weltmeister Sébastien Loeb (Citroen Xsara) ab. Mit 1:42,4 Minuten Rückstand kam der Este Markko Märtin mit seinem Peugeot 307 ins Tagesziel im mittelfinnischen Jyväskylä. Als Elfte mit 9:03,1 Minuten Rückstand starten am Sonntag die
deutschen Skoda-Piloten Armin Schwarz/Klaus Wicha ins Finale.

"Die Platzierung ist soweit okay. Wir hatten nicht mehr erwartet. Wir waren eins der ersten Fahrzeuge auf der Piste, da war es nicht leicht, den richtigen Grip zu finden", kommentierte Schwarz sein Tages-Ergebnis. War bisher er der Pechvogel, so schlug sich das Pech diesmal auf die Seite des in Monaco lebenden Deutschen Antony Warmbold, der am Freitag wegen Elektronikproblemen an seinem Ford Focus mehr als zehn Minuten verloren hatte und von Platz 12 auf Rang 21 abgestürzt war. Auf der vorletzten Tagesentscheidung kam für den Sohn des einstigen Deutschen Meisters Achim Warmbold das Aus.

Warmbold, mit vier Zählern bisher der einzige Deutsche mit WM-Punkten, schied nach einem Unfall ohne Personenschaden an 16. Stelle aus. Bereits am frühen Morgen musste der auf Platz elf liegende Österreicher Manfred Stohl wegen einer beschädigten Radaufhängung an seinem Citroen Xsara vorzeitig aufgeben.

Grönholm zeigte auch auf der zweiten Etappe des zehnten WM-Laufes, wer in der Hochburg des Rallye-Sports Herr im Haus ist. Er flog der Konkurrenz davon, auch wenn der Vorjahressieger meinte: "Ich habe nicht attackiert, weil ich Rücksicht auf die Rückenschmerzen meines Beifahrers Timo Rautiainen nahm. Deshalb habe ich auf jeder Prüfung auch einige Sekunden verloren», sagte Grönholm, der seit einem Jahr auf seinen 18. Laufsieg wartet. Der siebenfache Saisonsieger und Tabellenführer Loeb fand bisher noch kein probates Mittel, näher an Grönholm heranzukommen. Loeb: "Ich konnte ihm nicht folgen. Vielleicht lag es an meiner Reifenwahl, vielleicht auch daran, dass wir die Fahrzeugabstimmung in die falsche Richtung geändert haben."

Zu den Ergebnissen.

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