Rallye GB

Loeb baut Führung aus

Foto: McKlein

Update ++ Der französische Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb hat auch auf der zweiten Etappe des zwölften Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft in Wales der Konkurrenz keine Chance gelassen. In seinem Citroen gewann der dreifache Deutschland-Sieger Loeb alle sieben Tagesentscheidungen.

Damit vergrößerte er seinen Vorsprung auf den Norweger Petter Solberg, der in den beiden letzten Jahren mit seinem Subaru die Rallye Wales gewonnen hatte, auf inzwischen 54,7 Sekunden. Mit diesem komfortablen Vorsprung nimmt der Franzose direkten Kurs auf seinen neunten Saisonsieg. Auf Rang drei verbesserte sich der finnische Tabellenzweite Marcus Grönholm, der allerdings im Peugeot 307 bereits 1:39,8 Minuten hinter dem heißen WM-Thronanwärter lag.

Auch am zweiten Tag der Rallye Wales wirkte der deutsche Skoda- Pilot Armin Schwarz eher blass. Er und sein Beifahrer Klaus Wicha kamen über einen 18. Rang nicht hinaus. Ihr Rückstand wuchs nach 13 schmierigen Schotterprüfungen auf inzwischen 7:45,2 Minuten an. "Ich habe heute einfach keinen Rhythmus gefunden", war der Kommentar des WM-Aussteigers Schwarz. Bester Deutscher war daher erneut der Wahl-Monegassen Antony Warmbold. In seinem privat eingesetzten Ford Focus beendete der Sohn des zweifachen deutschen Ex-Meisters Achim Warmbold auf dem 13. Rang (Rückstand: 4:20,4 Minuten) die zweite Etappe. "Wir haben heute die falschen Reifen gewählt und daher nicht den richtigen Grip gefunden", meinte Warmbold.

Bester Privatfahrer blieb auch am zweiten Tag der österreichische WM-Neunte Manfred Stohl. Der Wiener erreichte im Citroen Xsara des privaten OMV-Teams den achten Platz (Rückstand: 3:11,3 Minuten). "Wir sind heute wirklich auf der letzten Rille gefahren. So schnell waren wir in Großbritannien noch nie", erklärte Stohl.

"Mr. Perfect" so nennen die Briten den diesjährigen WM-Spitzenreiter Loeb. Auch am zweiten Tag war der 18fache WM-Laufsieger wieder perfekt, leistete sich keinen Fehler und deklassierte einmal mehr seine Verfolger. "Ich habe heute bewusst attackiert, um am Sonntag einen großen Vorsprung zu haben, weil ich auf der letzten Prüfung dieser Rallye noch nie Glück hatte", begründete der amtierende und angehende Weltmeister seinen Fahrstil. Die letzte Tagesentscheidung wurde auf einem Kurs mitten im völlig überdachten Millennium-Stadion in Cardiff ausgetragen. "Das war eine tolle Show. Die Atmosphäre mit den vielen Zuschauern einmalig wie bei einem Fußball-Länderspiel in einem ausverkauften Stadion", schwärmte Rallye-Spitzenreiter Loeb von der bislang in der WM einzigartigen Prüfung vor mehr als 20.000 Zuschauern.

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