Rallye GB

Solberg siegt zum dritten Mal

Foto: McKlein 24 Bilder

Petter Solberg auf Subaru entriss dem Citroen-Piloten Sebastien Loeb die Rallye-Führung in der vorletzten Prüfung und gewann die Wales Rally GB zum dritten Mal hintereinander. Dritter wurde Markko Märtin auf Ford.

Es hatte während der Nacht wieder geregnet, die Pisten in Wales waren am Sonntag (19.9.) noch nasser als an den Vortagen. 46 Teams von den zu Beginn 83 Startern machten sich auf in den letzten Tag der Rallye GB. Um 7.43 Uhr eröffnete Toni Gardemeister als Start-Fahrer die erste von vier Sonderprüfungen des Tages. 269,09 Kilometer waren insgesamt zu absolvieren, davon 90 Kilometer Wertungsprüfungen, inklusive der letzten Cardiff-Super Special am frühen Nachmittag.

Loeb gewinnt erstes Tagesduell gegen Solberg

"Hier geht es wirklich nur noch um die Ehre, hier wird alles riskiert.“ Sebastien Loeb (Citroen) hatte beschlossen, nicht mehr unbedingt nur auf Punkte zu fahren, sondern auf Sieg. Im letzten Jahr hatte er das aus Teamraison nicht tun dürfen, aber in diesem Jahr gab ihm sein Teamchef Guy Frequelin grünes Licht für freie Fahrt. Auch sein einziger Gegner, der zweimalige Wales-Sieger Petter Solberg auf Subaru, war natürlich auf einen dritten Sieg in Folge aus: "Es wird ein ganz höllischer Fight werden!“ Der Norweger musste sich in der ersten Sonderprüfung des letzten Tages dem Franzosen beugen. "Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, bin von der Strasse gerutscht, habe sechs oder sieben Sekunden verloren. Ich wollte Loeb eigentlich hier schon schnappen", war der Kommentar des Subaru-Piloten. Nun, Loeb baute seinen Mini-Vorsprung von 7,3 auf 8,6 Sekunden aus. Hinter die beiden Siegaspiranten sortierte sich der Rest – mit großen Rückständen: Markko Märtin (Ford), minus 14,4 Sekunden, meinte: "Die beiden an der Spitze sind unschlagbar, ich passe nur auf, dass mich Carlos Sainz nicht vom Podiumplatz holt.“ Sainz (Citroen)wiederum blieb 17,9 Sekunden hinter dem Topmann, Harri Rovanperä (Peugeot) 19,6 Sekunden, Francois Duval (Ford) 21,8 Sekunden und Mikko Hirvonen gar 32,7 Sekunden.

Solberg schlägt eiskalt zurück

Knapp wie auf der ersten Sonderprüfung des Tages, ging es auch auf der zweiten zu: Solberg (Subaru) war auf diesen 30 Kilometern um 5,1 Sekunden schneller als Loeb (Citroen) und verkürzte seinen Abstand zum Leader damit auf nurmehr 3,5 Sekunden. Der Rest der potenziellen Punktemacher hielt sich in respektvollem Abstand zu den Giganten ganz vorne. Während Märtin (Ford) nur gute 15 Sekunden auf Loeb verlor, büßte Sainz (Citroen) deren fast 30 ein. Damit zerrann vorerst auch der Traum des Spaniers, Märtin vom Podest zu schieben. Sainz resignierte: "Ich werde nichts riskieren – Markko kriege ich doch nicht mehr.“

Solberg (Subaru) schlug auch in der letzten großen Prüfung vor der Super Special in Cardiff zu: Er nahm seinem einzigen Gegner Loeb (Citroen) auf 27,55 Kilometern 9,2 Sekunden ab und ging dann mit einem Vorsprung von 5,7 Sekunden ins Finale. Der Grund: Loeb verfügte für diese Prüfung nicht mehr über jene weichen Michelin-Reifen, die er benötigt hätte. Überdies erlitt er einen Plattfuss. Solberg war mit seinen Pirelli-Pneus besser bereift. Hinter die zwei Spitzenreiter schoben sich Märtin und Duval auf Ford , Rovanperä (Peugeot), Sainz (Citroen) und Hirvonen (Subaru). Bestzeit in der Super Special des letzten Tages fuhr Märtin (Ford) vor seinem Teamgefährten Duval. Drittschnellster wurde Solberg (Subaru) - er war 0,7 Sekunden schneller als Loeb (Citroen). Damit siegte er nach einem dramatischen Final-Tag zum dritten Mal in Folge bei der Wales Rally GB.

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