Rallye GB

Tödlicher Unfall - Loeb verzichtet auf Sieg

Foto: McKlein

Update ++ Mit einer ungewöhnlichen Geste hat Rallye-Weltmeister Sébastian Loeb auf den tödlichen Unfall bei der Rallye Wales reagiert. Der Citroen-Pilot verzichtete am Sonntag (18.9.)wegen des Todes des britischen Beifahrers Michael Park auf seinen Sieg im 12. Saisonlauf und vertagte damit zugleich die WM-Entscheidung.

An der Zielkontrolle kassierte Loeb bewusst zwei Strafminuten und fiel auf den dritten Rang zurück.

Damit überließ er dem norwegischen Subaru-Piloten Petter Solberg den ersten Platz. "Unter diesen sehr traurigen Umständen wollte ich hier nicht siegen und auch gar nicht meine zweite Weltmeisterschaft gewinnen", sagte Loeb. Bis vor der letzten Zeitkontrolle lag der vierfache Deutschland-Sieger klar vor Solberg.

Park war am Morgen im Peugeot seines estnischen Fahrers Markko Märtin verunglückt. Märtin, der bei dem Unfall unverletzt blieb, war bei der 15. und drittletzten Prüfung mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt. Park starb noch am Unfallort. Märtin und sein Co-Pilot lagen zum Zeitpunkt des Unglücks an sechster Stelle. Der 39 Jahre alte Park, der seit elf Jahren im Rallyesport als Beifahrer dabei war und seit 2000 mit Märtin fuhr, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Die Rallye wurde nach dem tragischem Vorfall abgebrochen. Peugeot nahm den zweiten Wagen mit dem Finnen Marcus Grönholm aus der Wertung. Da sein schärfster Rivale damit ohne Punkt blieb, wäre Loeb schon vorzeitig zum Weltmeister gekürt worden. Doch Loeb wollte auf diese Weise nicht seinen zweiten Titel holen. Der Belgier Francois Duval rückte im Citroen auf Rang zwei hinter Solberg, Loeb fiel auf Rang drei zurück und steht vier Rennen vor dem Saisonende noch nicht als Weltmeister fest.

Nach seinem seinem Siegverzicht führt der Elsässer nun mit 99 Punkten vor Solberg (65) und Grönholm (61). In der Marken-WM baute Weltmeister Citroen seinen Vorsprung nach dem Rückzug von Peugeot auf 137 Punkte aus. Peugeot (117) ist Zweiter vor Ford (76).

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