Rallye Irland

Citroen-Duo dominiert weiter

Sebastien Loeb Foto: McKlein 38 Bilder

Regen - und kein Ende. Auch am zweiten Tag zeigte sich das Wetter beim WM-Auftakt in Irland von seiner garstigsten Seite. Am besten mit den widrigen Bedingungen kam erneut Sebastien Loeb zurecht.

Der fünffache Weltmeister im Citroen C4 WRC fuhr auf fünf der sechs Wertungsprüfungen am Samstag (31.1.) die Bestzeit. Damit baute Loeb seine Führung weiter aus. „Sehr trickreiche Bedingungen waren es heute wieder“, berichtete der Franzose. "An vielen Stellen gab es große Wasserlachen."

Hirvonen erster Verfolger

Nach 12 von 17 zu absolvierenden Prüfungen besitzt Loeb 1.09 Minuten Vorsprung auf seinen Citroen-Teamkollegen Dani Sordo. Auf Platz drei folgt, wie schon gestern Abend, Mikko Hirvonen im Ford Focus. Der Finne fuhr zwar heute eine Bestzeit. Dennoch wuchs sein Rückstand auf fast zweieinhalb Minuten an.

Chris Atkinson verbesserte sich von Rang sieben auf Platz fünf, hat aber bereits mehr als sechs Minuten Rückstand auf Loeb. Der Australier, der zum ersten Mal im Citroen C4 startet, hatte gestern eine Menge Glück, als er auf einer Wasserlache ausrutschte. Der C4 krachte mit der Beifahrerseite voran gegen einen Telegrafenmasten, der durch die Wucht des Aufpralls entwurzelt wurde. Beifahrer Stephane Prévot zog sich eine Prellung an der Schulter zu. Der Belgier konnte aber weitermachen.

Ogier verliert Teile

Eine Schrecksekunde musste auch Citroen-Junior Sebastien Ogier am Samstag Morgen überstehen. Der Franzose, der vorletzte Woche auf einem Peugeot Super 2000 die Rallye Monte Carlo gewonnen hatte, rutschte im Nassen aus. Der C4 verlor allerlei Karosserieteile an der Front. Dennoch verbesserte sich Ogier auf Rang sechs im Zwischenklassement. Für Conrad Rautenbach hingegen, der am Ende von Tag eins noch auf Rang fünf gelegen war, kam nach einem Unfall das Aus.

Pech hatte auch Urmo Aava, der mit seinem Stobart-Ford Focus nach einer glücklichen Reifenwahl am Freitag nach drei Prüfungen in Führung gelegen war. "Die Windschutzscheibe hat irrsinnig stark beschlagen", berichtete der Este. "Ich konnte praktisch gar nichts sehen." Mit mehr als 14 Minuten Rückstand rangiert Aava nur noch auf Rang elf.

Burkart führt JWRC-Wertung an

Der einzige deutsche Starter, Aaron Burkart, erlebte einen sehr erfolgreichen Tag. Der 26-Jährige übernahm mit seinem Suzuki Swift Super 1600 die Führung in der Junior-WM-Wertung. Vor den abschließenden 69 Sonderprüfungs-Kilometern besitzt Burkart einen beruhigenden Vorsprung von nicht weniger als 4.04 Minuten auf den Zweitplatzierten Martin Prokop aus Tschechien. Burkarts ärgster Widersacher, der Holländer Hans Weijs, hatte sich nach einen rasanten Überschlag aus dem Wettbewerb verabschieden müssen.

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