Rallye Irland

Loeb schon wieder vorne weg

Sebastien Loeb Foto: McKlein 38 Bilder

Sébastien Loeb ist nicht zu bremsen: Beim Saisonauftakt der Rallye-WM in Irland markierte der fünfmalige Rallyeweltmeister auf fünf der sechs gefahrenen Prüfungen die Bestzeit.

Mit einem Vorsprung von 44,4 Sekunden auf seinen Citroen-Teamgefährten Dani Sordo liegt Loeb in Führung. Auf Platz drei rangiert Vize-Weltmeister Mikko Hirvonen im Ford, gefolgt vom Norweger Henning Solberg (Stobart-Ford) und Conrad Rautenbach aus Zimbabwe, der einen C4 WRC des Citroen-Junior-Teams pilotiert.

Hoffnung auf Wetterbesserung

Die grüne Insel wurde ihrem Ruf nicht wirklich gerecht: Düstere Wolken, ein garstiger Westwind und andauernde Regenschauer machten die Westküste Irlands eher zu einer mausgrauen Insel. Wegen des widrigen Wetters und überfluteter Straßen wurden die beiden letzten Prüfungen des Tages gestrichen. "Schade für die Zuschauer", bedauerte Rallyeleiter Gordon Noble. "Wir können nur auf besseres Wetter hoffen."

"Heute würde man besser mit einem Boot fahren als mit einem Auto", moserte Loeb nach der ersten Prüfung. "Ich fahre ja eigentlich gern durch Wasserlachen", fügte Hirvonen hinzu. "Aber an ein paar Stellen habe ich komplett die Kontrolle über das Auto verloren."

Reifenlotterie am Morgen

Bei Temperaturen um acht Grad plus wurde die Reifenwahl am Morgen zur Königsdisziplin. Loeb entschied sich für den Pirelli P Zero. Ein Fehler. Diejenigen, die den so genannten Optionsreifen - den Pirelli-Winterreifen namens Sottozero - wählten, waren klar im Vorteil.

Winterbereift setzte Jari-Matti Latvala auf der ersten Prüfung eine überlegene Bestzeit. Der Ford-Fahrer aus Finnland war fast 18 Sekunden schneller als der Este Urmo Aava (Citroen C4 WRC). Loeb schaffte nur die siebtschnellste Zeit. Bemerkenswert war vor allem der gewaltige Rückstand des Franzosen auf die Bestzeit. Nach nur 22 Kilometern hatte sich Loeb bereits 42 Sekunden eingehandelt.

Spitzenreiter eliminieren sich selbst

Doch das Problem Latvala löste sich aus Sicht von Loeb von alleine: In der zweiten Prüfung hechtete der lange Finne mit seinem Focus WRC in einen Graben. Mit zwei platten Reifen und beschädigter Radaufhängung mußte Latvala aufgeben. Auch Urmo Aava, der sensationell als Führender zum Service nach drei Prüfungen gekommen war, hatte Pech: Der Este rutschte auf der sechsten und letzten Prüfung des Tages in einen Graben. Obwohl Zuschauer beim Bergen halfen, dauerte es fünf Minuten, bis Aava mit fast unbeschädigtem Auto weiterfahren konnte.
 
Erfreulich aus deutscher Sicht: Aaron Burkart liegt im Zwischenklassement der Junior-WM mit seinem 1600er-Suzuki Swift auf dem zweiten Platz, mit lediglich 1,9 Sekunden Rückstand auf den Holländer Hans Weijs.

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