Rallye Jordanien

Sieg für Hirvonen

Foto: McKlein 45 Bilder

Ford-Pilot Mikko Hirvonen hat sich am Sonntag (27.4.) den Sieg bei der Rallye Jordanien gesichert. Mit einer konzentrierten Fahrweise schob sich der Finne am Abschlusstag von Rang drei an die Spitze.

Die WM-Premiere in Jordanien hätte dramatischer kaum sein können. Nach einem Crash am Sonntag erwischte es erst Weltmeister Sebastian Loeb, am Sonntag verlor auch Jari-Matti Latvala in Führung liegend mit Aufhängungsbruch alle Siegchancen. Und ausgerechnet auf der allerletzten Prüfung – der längsten der ganzen Rallye – erwischte es beinahe auch noch den zweiten Citroën von Dani Sordo.

Sordo ohne Chance als Straßenfeger

Der Spanier verlor bei einem Dreher noch einmal 50 Sekunden auf Hirvonen, konnte aber mit einem Rückstand von 1:15.7 Minuten noch den zweiten Platz sichern. „Ich habe versucht zu pushen, aber ich konnte nicht schneller“, sagte der etwas enttäuschte C4-Pilot nach der Zieldurchfahrt. Nachdem die Ford-Werkspiloten auf der letzten Prüfung am Samstag absichtlich ihr Tempo verlangsamt hatten, musste Sordo am langen Abschlusstag als erster auf die Piste und den Straßenfeger spielen.

Durch das Handicap verlor Sordo bereits auf der ersten Sonntags-WP seine Führung, und musste die beiden Ford wieder passieren lassen. Die Freude von Latvala währte aber nur kurz. Auf WP 18 brach beim Finnen die Aufhängung. Der massive Zeitverlust auf WP 19 spülte Latvala schließlich aus den Punkten. Erst nach dem Mittagsservice konnte der Focus-Pilot wieder angreifen und noch einmal auf Rang sieben vorfahren. „Es war einfach nicht mein Tag. Ich hoffe, dass es bei der nächsten Rallye besser läuft“, lautete das enttäuschte Fazit des Youngsters.

Hirvonen schnappt sich WM-Führung

Umso besser lief es bei Teamkollege Mikko Hirvonen nach seinem ersten Sieg in dieser Saison. „Es waren wirklich nervenaufreibende Kilometer am Ende. Aber das wichtigste sind die zehn Punkte“. Mit dem Erfolg schob sich Hirvonen vorbei an Loeb an die Spitze der WM-Wertung. Doch ganz zufrieden war der Finne noch nicht: „Wir führen zwar jetzt, aber wir müssen zukünftig noch schneller werden.“

Hinter Hirvonen und Sordo komplettierte Subaru-Pilot Chris Atkinson das Podium. Nach zwei zweiten Plätzen bedeutete dies bereits den dritten Besuch auf dem Treppchen in Folge für den Australier – und das mit dem Vorjahreswagen. Atkinson profitierte mit einer vorsichtigen Fahrweise vom Pech seiner Kollegen. „Wir haben versucht sauber durchzukommen. Wir haben aber noch Arbeit vor uns. Wir wollen nicht nur auf das Podium, sondern gewinnen“, sagte der Australier angiffslustig.

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