Rallye Korsika 2018

Ogier fährt locker zum Sieg

Sebastien Ogier - Rallye Korsika 2018 Foto: sutton-images.com

Sebastien Ogier hat die Rallye Korsika gewonnen. Der Weltmeister setzte den Grundstein zu seinem Sieg schon auf den ersten Prüfungen. Für Comebacker Sebastien Loeb war der Traum vom Asphalt-Triumph dagegen schnell geplatzt.

Mit großer Spannung wurde das erste Asphalt-Duell zwischen dem amtierenden Champion Sebastien Ogier und Altmeister Sebastien Loeb erwartet. Doch der Spaß der Fans auf Korsika hielt nur eine Prüfung lang. Nach WP1 lagen die beiden Superstars nur durch 9,7 Sekunden getrennt an der Spitze des Feldes.

Doch schon auf der zweiten Prüfung erwischte Loeb eine Rechtskurve zu schnell und rutschte neben die Strecke. Zu allem Unglück verhakte sich der DS3 des Rekordchampions beim Zurückschieben auch noch in einem tiefen Graben, aus dem er ohne Kran nicht mehr befreit werden konnte. Damit ging es für Loeb erst am Samstag mit riesigem Zeitverlust weiter.

Ogier macht früh alles klar

Während der eine Sebastien am ersten Tag alle Hoffnungen auf den Sieg wegschmiss, legte der andere Sebastien schon auf den ersten vier Prüfungen den Grundstein zum Erfolg. Von der ersten Startposition fand der amtierende Meister beste Streckenbedingungen vor. Die wandelte Ogier in einen komfortablen Vorsprung um, den er an den weiteren beiden Tagen nur noch verwaltete. Am Ende siegte Ogier mit 36,1 Sekunden Vorsprung.

Die Konkurrenz durfte nur noch um Platz 2 kämpfen. Gleich vier Piloten machten sich lange Zeit Hoffnungen auf die Silbermedaille. Doch das Quartett dünnte sich auf den letzten Prüfungen immer mehr aus. Kris Meeke verabschiedete sich auf der drittletzten WP aus dem Rennen, nachdem er eine Anweisung seines Copiloten falsch verstanden hatte und mit seinem Citroën in einer Linkskurve von der Strecke segelte.

Tänak bekommt Platz 2 auf dem Silbertablett

Eine Wertungsprüfung später erwischte es auch Toyota-Pilot Esapekka Lappi. Der Youngster hatte einen verhaltenen Start in die Rallye, kam aber am zweiten Tag immer stärker auf. Die Aufholjagd endete unfreiwillig auf der vorletzten Prüfung, als der Finne auf einen Randstein rutschte und sich den Reifen beschädigte.

Der Zeitverlust durch den Wechsel warf ihn am Ende auf Position 6 zurück. Mit der Bestzeit bei der abschließenden Power Stage konnte Lappi wenigstens noch etwas Schadensbegrenzung betreiben.

Auf der abschließenden Power Stage verabschiedete sich dann auch Thierry Neuville endgültig aus dem Kampf um Patz 2. Ein Motorproblem kostete den Hyundai-Piloten 26 Sekunden. So wurde Ott Tänak der zweite Platz am Ende auf dem Silbertablett serviert. In den Kampf um den Sieg konnte der Este aber nie eingreifen. In der WM-Wertung führt Ogier nach dem Sieg deutlich mit 84 Punkten vor Neuville (67) und Tänak (45).

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