Rallye Korsika

Totaler Triumph für Loeb

Foto: McKlein 29 Bilder

Der französische Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb war auch beim drittletzten WM-Lauf der Saison auf Korsika nicht zu schlagen. Der 31 Jahre alte Elsässer fuhr im Citroen Xsara beim 14. von 16 WM-Läufen bereits seinen neunten Saisonsieg ein.

Nach zwölf Asphalt-Prüfungen (341,68 km) lag Loeb am Sonntag 1:51,7 Minuten vor dem finnischen Ford-Piloten Toni Gardemeister. Den dritten Rang (2:42,0 Minuten zurück) sicherte sich der norwegische Vizeweltmeister Petter Solberg (Subaru Impreza), der mit 72 Punkten - 45 Zähler hinter Loeb - auf den zweiten Platz der Gesamtwertung kletterte.

Antony Warmbold erreichte nach Hydraulik-Problemen am Samstag nach knapp 1.000 Gesamtkilometern im privaten Ford Focus den 13. Rang (Rückstand: 11:47,1 Minuten). Der in Monaco lebende Warmbold bleibt mit vier Punkten der einzige Deutsche in der WM-Tabelle. "Ohne dieses Pech hätten wir vielleicht noch einen Punkt holen können", sagte er. Armin Schwarz (Oberreichenbach) gab hingegen schon zur Rallye-Hälfte am Samstagmittag wegen starker Handling-Probleme am Skoda Fabia auf. Schwarz wird zu Saisonende seine Karriere beenden. Sein französischer Teamkollege Alexandre Bengué holte mit dem sechsten Platz (Rückstand: 5:27,8 Minuten) das beste Saisonergebnis eines Skoda-Piloten.

Loeb dominierte die Rallye nach Belieben. Vom Start weg ging er in Führung und baute diese kontinuierlich zu seinem 19. Laufsieg aus. Auf allen zwölf Prüfungen war er mit seinem problemlos laufenden Citroen der schnellste Fahrer. "Ich hatte hier nur ein Ziel, das war der Sieg. Deswegen habe ich von Anfang an bis zum Schluss auch immer attackiert", meinte "Super-Seb", der mit seinem neunten Saisonsieg eine neue Bestmarke aufstellte. Zum ersten Mal überhaupt konnte er bei seinem WM-Heimspiel auf der Mittelmeerinsel einen Triumph feiern. Doch Loeb fuhr nicht nur seinen neunten Saisonsieg ein, mit dem Gewinn sämtlicher zwölf Sonderprüfungen dieser Rallye stellt der elsässische Super-Weltmeister auch hier einen neuen Rekord auf, denn noch nie zuvor in der Geschichte der Rallye-WM ist einem Fahrer dieses Kunststück gelungen.

Sein Arbeitgeber Citroen, der aus der WM aussteigt, verpasste die vorzeitige Titelverteidigung in der Marken-WM um sechs Punkte. Zwei Runden vor dem Saisonende führt Citroen (160 Punkte) mit 30 Zählern vor Peugeot (130). Tabellendritter bleibt Ford (93) vor Subaru (89), Mitsubishi (59) und Skoda (15).

Zu den Ergebnissen.

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