Rallye Mexiko

Fünfter Mexiko-Sieg für Loeb

Rallye Mexiko 2011, Zuschauer Foto: xpb 17 Bilder

Bei der Rallye Mexiko sicherte sich Weltmeister Sébastien Loeb auf seinem Citroen DS3 WRC den ersten Sieg in dieser Saison. Ford-Pilot Mikko Hirvonen fuhr auf Rang zwei und führt weiter die WM-Wertung an.

Bei seinem Sieg beim zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft, seinem fünften Mexiko-Sieg in Folge, fuhr der Titelverteidiger am Sonntag (6.3.) im Citroën DS3 WRC einen Vorsprung von 1:38,4 Minuten auf den finnischen WM-Auftaktsieger Mikko Hirvonen (Ford Fiesta RS WRC) heraus.

Ogier scheidet in Führung liegend aus

Hirvonen führt aber weiter die WM-Gesamtwertung an. Pech hatte Loebs Landsmann Sébastien Ogier. Er schied als Spitzenreiter auf der ersten der drei letzten Entscheidungen wegen eines abgerissenen linken Vorderrads aus. Den dritten Rang sicherte sich der finnische Vize-Weltmeister Jari-Matti Latvala, der im Ford Fiesta 2:23,9 Minuten zurücklag und seinen dritten WM-Rang behauptete.

Rallye Mexiko mit spektakulären Prüfungen

Die Rallye Mexiko präsentierte sich auch in diesem Jahr wieder höchst spektakulär. Bereits die erste Wertungsprüfung am Freitag suchte im WM-Kalender ihresgleichen. In
Guanajuato, einer in einem engen Gebirgstal gelegenen Stadt, kämpften die WRC-Piloten in unterirdischen Katakomben um Zehntelsekunden und drifteten zentimetergenau an den Mauern vorbei. Die nur 1,05 Kilometer lange Wertungsprüfung führte quer durch das UNESCO-Weltkulturerbe. Petter Solberg sicherte sich hier die erste WP-Bestzeit.

Loeb mit technischen Problemen

Am Samstag sorgten bei der Rallye Mexiko neben spektakulären Drifts vor allem die zahlreichen High-Speed-Sprünge für Verzückung bei den Fans, die in Scharen zu den Prüfungen pilgerten. Bei seinem zweiten Auftritt auf der WM-Bühne hatte der Niederländer Dennis Kuipers am Freitag zunächst mit Gesamtrang sieben für eine Überraschung gesorgt. Doch am Samstag endete das wilde Treiben für den Ford Fiesta-Pilten alsbald im Straßengraben. Kuipers überschlug sich und konnte die Rallye nicht fortsetzen.

Derweil hatte Sébastien Loeb mit technischen Problemen an seinem Citroen DS3 WRC zu kämpfen. Vor dem Start zur 15. Prüfung blieb sein Getriebe im dritten Gang stecken. Der Weltmeister musste seine Mechaniker-Qualitäten unter Beweis stellen. "Wir mussten lange am Auto arbeiten und haben das Getriebe mit einer Schraube der hinteren Stoßstange repariert." Copilot Daniel Elena war auf diese rettende Idee gekommen, die das Duo weiter in der Rallye hielt. Weil sie infolge der Reparaturarbeiten fünf Minuten zu spät zum Start der WP kamen, kassierten Loeb und Beifahrer Daniel Elena jedoch eine 50-Sekunden-Zeitstrafe. Das spülte ihren bis dato zweitplatzierten Citroen-Teamkollegen Sébastien Ogier auf Platz eins vor.

Ogier setzt den Weltmeister unter Druck

Ogier stellte bei der Rallye Mexiko bis zu seinem Ausfall einmal mehr unter Beweis, dass er auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen und Rekord-Weltmeister Loeb agiert. "Wir müssen wirklich die ganze Zeit über am absoluten Limit fahren, um die Zeiten von Ogier mitgehen zu können", gab Loeb zu Protokoll. Auf die Frage, ob es gut sei, zwei so schnelle Fahrer in einem Team zu haben, erwiderte der Weltmeister vielsagend: "Ob es gut ist, beide in einem Team zu haben, weiß ich nicht. Aber wir liefern uns einen guten Fight."

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