Rallye Neuseeland

Latvala erhält Vortritt

Foto: McKlein 50 Bilder

Die Ford-Piloten Jari-Matti Latvala und Mikko Hirvonen gehen am Sonntag (31.8.) mit einem knappen Vorsprung in die letzten Prüfungen der Rallye Neuseeland. Wieder einmal prägten Taktikspielchen den Ausgang einer Etappe.

Im vergangenen Jahr war es noch der hauchdünne Zweikampf zwischen Sebastien Loeb und Marcus Grönholm, der die neuseeländischen Rallye-Fans bis zur letzten Prüfung elektrisierte. 2008 sorgen taktische Manöver auf den Schotterpisten Ozeaniens für besondere Spannung auf den Schlussprüfungen. Nach dem zweiten Rallyetag liegen gleich vier Piloten innerhalb von nur 15,7 Sekunden an der Spitze.

Wie entscheidend die Startposition in Neuseeland ist, zeigte sich auch am Samstag (30.8.): Bereits auf der vorletzten Prüfung des Tages hatte Hirvonen seinen komfortablen Vorsprung von 27,8 Sekunden eingebüßt und musste seinen Konkurrenten Sebastien Loeb passieren lassen. "Als Straßenfeger bezahlte er heute den Preis", resümierte Ford-Teamchef Malcolm Wilson anschließend.

Loeb lässt Konkurrenz passieren

Um auch am Abschlusstag von der guten Startposition zu profitieren, drosselte Loeb auf der letzten Prüfung des Tages sein Tempo und ließ seinen Rivalen um die WM-Krone erneut passieren. "Da kann ich leider nichts machen. Mir bleibt nur die Möglichkeit so schnell zu fahren wie möglich und zu schauen, was die anderen machen", fügte sich Hirvonen in sein Schicksal.

Loeb rechtfertige das strategische Bummeltempo mit den schwierigen Verhältnissen auf der neuseeländischen Nordinsel. "Die obere Schotterschicht ist so fein und lose, dass man als Erster einfach sehr viel Zeit verlieren kann." Nur wenn er bei der letzten Zwischenzeit mindestens 18 Sekunden Vorsprung gehabt hätte, wäre Loeb nach eigener Aussage normal durchgefahren. Dank der guten Startposition sollte es am Sonntag nicht lange dauern, bis der Elsässer wieder die Spitze übernehmen wird. 

Geschenk für Latvala

Von den strategischen Schachzügen an der Spitze profitierten auch die Verfolger. Nicht nur Hirvonen sondern auch Ford Nummer 2-Mann Jari-Matti Latvala ging an Loeb vorbei. Nach dem Motto "unverhofft kommt oft" bekam der Youngster die Führung quasi auf dem Silbertablett überreicht. Vor den letzten fünf Prüfungen am Sonntag liegt Latvala nun knapp zehn Sekunden vor seinem Teamkollegen und 13,3 Sekunden vor Loeb.

"Es ist wirklich unglaublich eng", staunte Latvala im Ziel. "Ich bin ans Limit gegangen, teilweise auch darüber hinaus. Mein Hauptziel für Sonntag ist es jetzt, mindestens den dritten Platz zu sichern." Latvalas direkter Gegner dürfe dabei der zweite C4 mit Dani Sordo am Steuer werden, der 15,7 Sekunden dahinter noch immer in direkter Schlagdistanz liegt.

Taktik oder Technik-Problem?

Ein viel diskutiertes Thema im Fahrerlager war auch am Samstag noch immer Loebs vermeintliches Technik-Problem vom Vortag. Vor der entscheidenden Prüfung gelang es dem Elsässer angeblich nicht aus eigener Kraft seinen Citroen rechtzeitig zu starten. Erst als Dani Sordo von hinten anschob ging Loeb mit dreiminütiger Verspätung auf die Prüfung.

So mussten die Stewards Hirvonen als ersten Pilot auf die vorletzte WP schicken. Loeb wurde zwar mit einer 30-Sekunden Zeitstrafe belegt, konnte dadurch aber am Samstag die Rolle des Straßenfegers vermeiden. Auch wenn Citroen immer noch betont, dass es sich um ein echtes Problem mit dem Starter handelte, hegt das Ford-Lager Zweifel an dieser Version. "Das Auto ist auf einmal wirklich sehr leicht angegangen", wunderte sich Ford-Teamchef Malcolm Wilson.

Zeitentabelle Rallye Neuseeland (Tag 2):

1. 


Jari-Matti LATVALA


2:57:29.0


0.0

2.


Mikko HIRVONEN


2:57:38.3


+9.3

3. 


Sebastien LOEB


2:57:42.3


+13.3

4.


Dani SORDO


2:57:44.7


+15.7

5.


Francois DUVAL


2:59:09.9


+1:40.9

6.


Urmo AAVA


3:00:18.8


+2:49.8

7.


Petter SOLBERG


3:00:21.8


+2:52.8

8.


Per-Gunnar ANDERSSON


3:02:00.0


+4:31.0

9.


Toni GARDEMEISTER


3:04:06.4


+6:37.4

10.


Federico VILLAGRA


3:04:25.8

   

+6:56.8

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