Rallye Neuseeland

Loeb souverän vorn

Foto: McKlein

Bereits nach vier der acht Sonderprüfungen des ersten Tages führte Citroen-Weltmeister Sebastien Loeb am Freitag (8.4.) knapp vor Marcus Grönholm auf Peugeot . Am Nachmittag baute er seinen Vorsprung vor dem zweitplatzierten Finnen richtig aus. Francois Duval, ebenfalls Citroen, wurde Dritter. Armin Schwarz auf Skoda kam als elfter ein.

Der souveräne Franzose ließ den Tag bei wolkenbedecktem, trockenen Wetter langsam angehen: Als Vierter gestartet sah er mit an, wie der zuerst auf die Pisten gerollte Petter Solberg (Subaru) die erste Bestzeit lieferte. Loeb: "Mein Auto übersteuerte, aber sonst ist alles problemlos.“ Er hielt sich auch in den folgenden drei Sonderprüfungen zurück, fuhr zwei zweitbeste und zwei drittbeste Zeiten, hatte damit dennoch nach der Wertungsprüfung 3 die Nase vor dem bis dahin führenden Solberg auf Subaru. Der Norweger meinte: "Es gibt nasse Stellen auf den sonst trockenen Pisten – mein Auto ist super abgestimmt, viel besser als in Mexico.“ Die Ansicht vertrat auch sein junger Teamgenosse Chris Atkinson, der am Morgen ebenfalls eine Bestzeit vorlegte. Atkinson mäkelte verhalten: "Ich habe manchmal Schlamm gespürt.“ Offenbar nichts davon bekam Marcus Grönholm (Peugeot) mit, der auf reichlich harten Pirelli gestartet war und mit zwei Bestzeiten brillierte: "Ich verstehe nicht, wieso Solberg mit seinen weichen Reifen so gut klar gekommen ist.“

Nach vier Prüfungen hatten sich schon jene vier Herren etabliert, die auch am Abend die ersten vier Plätze besetzt hielten. Neben Loeb, Grönholm und Solberg mischte sich noch Francois Duval (Citroen) unter die glorreichen vier, obwohl ihm an diesem Tag nicht eine einzige Bestzeit gelungen war.

Von Toni Gardemeister (Ford) hatte man mehr erwartet, aber seine Position als dritter Starter und der lose Schotter hinderten ihn – vielleicht auch Gedanken an den Totalschaden seines Kollegen Roman Kresta beim Shakedown. Achim Warmbold (Ford) traf es richtig hart: Schon in der ersten Wertungsprüfung kollabierte seine Servolenkung – er humpelte hinterher. Auch Skoda war das Glück nicht hold: Janne Tuohino fuhr infolge eines Elektronikschadens fünf Minuten zu spät zum Start und fing 50 Strafsekunden. Armin Schwarz klagte über Probleme mit der Startautomatik, musste sich deshalb am Morgen auch immer mit Plätzen hinter seinem jungen Kollegen Tuohino, der hier seine erste Schotter-Rallye auf Skoda absolvierte , begnügen. Schwarz: "Man muss immer brav in den Spuren fahren, sonst fliegt man raus.“ An diese Regel hielten sich beide Mitsubishi Piloten, wobei Gigi Galli – trotz Problemen mit einer rutschenden Kupplung und einem gerade noch verhinderten Ausritt in einen Weidezaun – immer schneller war als Harri Rovanperä.

Nachmittag im Zeichen von Loeb

Sebastien Loeb nutzte die Mittagspause: Er ließ sein Differenzial anders einstellen und wählte komplett andere Reifen als alle Michelin-Kollegen: Ganz hart und mit einer Mischung, die er vorher noch nie gefahren war. Es lohnte sich: In den drei folgenden Prüfungen baute er mit drei Bestzeiten hintereinander seine Führung vor Erz-Gegner Marcus Grönholm von 0,6 Sekunden auf beruhigende 23,1 Sekunden am Abend aus. Die Bestzeit in der letzten Wertungsprüfung überließ er Chris Atkinson (Subaru), der mit seinen Pirelli-Pneus nicht ganz zufrieden war. Nicht anders als sein Weltmeister-Kollege Petter Solberg. Tritt am Nachmittag fand auch Toni Gardemeister (Ford), der sich vom achten auf den sechsten Platz im Gesamtklassement – hinter Atkinson – vorschieben konnte. Ein wenig besser lief es auch für Armin Schwarz – er war in den vier Nachmittagsprüfungen zwei Mal schneller als sein Kollege Tuohino. Aber: Privatfahrer Manfred Stohl aus Österreich, der mit seinem Citroen Xsara schon am Morgen flotter gewesen war als der Franke, fuhr auch am Nachmittag immer bessere Zeiten als der Deutsche.

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