Rallye Neuseeland

Loeb und Citroen sind nicht zu schlagen

Foto: McKlein

Weltmeister Sebastien Loeb baute seine Führung schon am Samstagmorgen (9.4.) solide aus – am Mittag schlug er nach: Nicht weniger als vier der sechs Prüfungen des zweiten Tages - vor den beiden abendlichen Super-Specials - gingen an den Citroen-Piloten. Hinter ihm prügelten sich Marcus Grönholm (Peugeot) und Petter Solberg (Subaru) um den zweiten Podiumsplatz. Armin Schwarz ist Vorletzter aller Werkspiloten.

Sechs Sonderprüfungen im Gelände waren heute zu fahren. Abschließend warteten – nach einem drei Stunden langen Weg aus dem Norden hinunter an die Ostküste im Süden Aucklands - noch zwei Super- Specials im Kunstgeläuf von Manukau. In der Nacht hatten schwere Regengüsse den Schotter der Pisten verdichtet, es lauerten Pfützen in den Kurven. Die Reifenwahl schien nicht zu schwer – es standen eigentlich für alle Piloten nur zwei Typen von Michelin – und Pirelli – Pneus zur Wahl.

Spitzen-Quartett diktiert deutlich

Jene vier, die am ersten Abend schon ganz vorne fuhren, dominierten auch am Morgen des zweiten Tages – lediglich mit leichten Verschiebungen im Gesamt-Klassement. Citroen-König Sebastien gab sich die beiden ersten Prüfungen genüsslich – er baute seine Führung anfangs auf fast 35 Sekunden aus. "Mein Auto ist perfekt, aber der Weg ins Ziel ist noch lang“, kommentierte der Elsässer. In der dritten Wertungsprüfung fuhr Petter Solberg (Subaru) Topzeit – er hatte wie meist einen Riesenspaß und verdrängte Francois Duval (Citroen) - der Belgier würgte seinen Motor ab - und Marcus Grönholm (Peugeot) – der Finne hatte zu harte Pneus gewählt - von den Plätzen vor ihm. "Ein bisschen Untersteuern, aber dafür richtige Reifenwahl. Ein Podiums – Platz sollte drin sein – am besten der höchste“, flaxte Solberg.

Hinter diesem Quartett – schon fast zwei Minuten hinter dem Ersten – prügelten sich Chris Atkinson (Subaru), Toni Gardemeister (Ford) und Markko Märtin (Peugeot) auf’s Schönste um Zehntelsekunden: Märtin war dabei am erfolgreichsten, er schob sich vom siebten auf den fünften Platz vor. Der wirklich schnelle Österreicher Manfred Stohl führte die dritte Garde der Kombattanten an: Stohl auf seinem privaten Xsara verbriet beide Werks-Mitsubishi von Harri Rovanperä und Gigi Galli. Besonders deutlich aber demontierte er, wie schon am Vortag, die Fabia des Skoda-Teams: In den ersten elf Prüfungen schlug Privatier Stohl den Werks-Senior Armin Schwarz nicht weniger als neun Mal. Am Samstag morgen hatte Schwarz dann zudem Pech: Er kollidierte mit drei Truthähnen, fürchtete um seinen Kühler, kam durch, wenn auch zuletzt ohne hintere Bremsen. Antony Warmbold, als Erster gestartet, litt als Schotterfeger.

Loeb überlegen ohne Ende

Noch zweimal vor den beiden abendlichen Kurzeinlagen – Manaukau 1 und 2 mit jeweils 2,1 Kilometer Länge – schlug der Elsässer mit Topzeiten zu – am eindrucksvollsten auf der über 31 Kilometer langen Bull2-Prüfung: Er nahm einem entfesselt fahrenden Grönholm (Peugeot) über 16 Sekunden ab und baute seinen Vorsprung auf 53,8 Sekunden aus. Petter Solberg (Subaru) verlor seine zweite Position, die er sich mit einer Bestzeit gleich nach Mittag eingefahren hatte, wieder an Grönholm, Duval (Citroen) blieb Vierter – der Rest dahinter hielt seine Positionen, verlor aber weiter deutlich Zeit auf das Spitzenquartett. Besonders deutlich wurde das beim wackeren Wiener Stohl, der infolge von Differenzialproblemen hinter die beiden Mitsubishi von Gigi Galli und Harri Rovanperä abrutschte. Ganz am Ende der Werksteams rangierten die beiden Skoda – Janne Tuohinen vor Armin Schwarz, der inzwischen einen soliden Abstand von fast sechseinhalb Minuten auf den Spitzenreiter verzeichnete. Antony Warmbold allerdings steht noch weiter hinten – ihm fehlen schon über elf Minuten zum Mann ganz vorne.

Auf dem Rundkurs nichts Neues

Bestzeit beim ersten Durchlauf auf den Parallelbahnen in Manukau lieferte Petter Solberg (Subaru) vor Markko Märtin (Peugeot) und einem wie entfesselt auftrumpfenden Armin Schwarz, der die Skoda-Fahne richtig anhob. Marcus Grönholm (Peugeot) hielt sich ebenso zurück, wie Francois Duval und der Rallyeleader, sein Citroen-Markengefährte Sebastien Loeb. Der zweite Durchgang den Abendspektakels ging an Marcus Grönholm vor dem Mitsubishi-Fahrer Harri Rovanperä, Markko Märtin auf Peugeot und Francois Duval (Citroen), alle drei mit den gleichen Zeiten. Drei Zehntel langsamer war Loeb, gefolgt von Armin Schwarz, der den Wiener Manfred Stohl richtig verblies.

Aber: Diese Zeiten auf der Rundstrecke – jeweils zwischen 1.23 und 1.26 Minuten - änderten nichts am Gesamt-Klassement. Das können nur die Ergebnisse der morgigen vier Sonderprüfungen – eine Distanz von gut 87 Kilometern an der neuseeländischen Westküste – noch umkippen.

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