Rallye NZ

Solberg führt weiter

Foto: McKlein

Subaru-Pilot Petter Solberg fuhr zwar am zweiten Tag der Neuseeland-Rallye zwar nur eine einzige Bestzeit, hielt aber dennoch Marcus Grönholm (Peugeot) auf dem zweiten Platz und Markko Märtin (Ford) an dritter Position nach Belieben unter Kontrolle.

Noch 47 von den einst 58 Startern verließen Auckland am frühen Samstagmorgen (17.4.). Vor ihnen lag der längste der drei Rallye-Tage: 645,39 Kilometer waren zu absolvieren, davon 138 Kilometer in nicht weniger als acht Sonderprüfungen. Das Wetter über der Hügellandschaft nördlich von Auckland präsentierte sich ideal: Blauer Himmel über staubigen Pisten.

Grönholm und Märtin im Clinch

Marcus Grönholm (Peugeot) gab auf den beiden ersten Wertungsprüfungen den Ton an - er fühlte sich in seinem Wagen absolut perfekt. Ford-Pilot Markko Märtin blieb ihm zwar sehr hart auf den Fersen, konnte ihn aber anfangs nicht richtig gefährden. "Ich bin gefahren wie ein Teufel, aber ich hatte vielleicht zu weiche Reifen drauf,“ erklärte der Este. Hinter den beiden Spitzenreitern ließ es Petter Solberg (Subaru) als Gesamtführender recht gelassen angehen: Er wusste um seinen Vorsprung und musste erst einmal nur auf Kontrolle fahren. Solberg: "Gestern war eigentlich nur das Warmup für die Rallye, die Entscheidungen fallen erst heute oder noch später.“ Der Norweger hielt sich also lediglich clever zurück, beobachtete die Situation und wartete ab.

Grönholm bekam nach zwei Sonderprüfungen Probleme mit dem Zentral-Differenzial. "Der Wagen wurde immer schwieriger zu fahren, ich habe nur auf den Service am Mittag gewartet. Dort wurde allerhand geändert,“ sagte der Peugeot-Pilot. Märtin (Ford) erkannte Grönholms Schwäche und schlug zu. Er bolzte zwei Bestzeiten hintereinander auf die Pisten, kam aber an den eigentlichen Leader Solberg nicht heran. Denn der blieb immer nur Sekundenbruchteile hinter dem Schnellsten zurück. In das Geschehen ganz vorne an der Spitze konnte auch der zweite Peugeot-Pilot Harri Rovanperä , der im Gesamtklassement als Zweiter in diesen Tag gestartet war, nicht eingreifen. "Ich hatte offenbar zu harte Reifen drauf und stand viel zu oft quer.“ Er rutschte noch vor dem ersten Service vom zweiten auf den vierten Platz ab. Die beiden Citroen-Fahrer Sebastien Loeb und Carlos Sainz kamen heute ebenso wenig mit ihren überarbeiteten Wagen zurecht, wie gestern schon. Loeb klagte über einen untersteuernden Wagen und eine schiefe Fahrwerks-Geometrie nach einem Einschlag, Sainz jammerte über einen übersteuernden Xsara.

Viel Pech hatte am Morgen auch Ford’s zweiter Mann, Francois Duval. Er fuhr mit vollem Tempo in eine gewaltige Staubwolke vor ihm - es war die des Ford-Privatiers Antony Warmbold. Der hatte kurzzeitig gestanden, an seiner Einspritzung geschraubt, war weiter gefahren und hielt anschließend den schnellen Duval auf. "Antony hat offenbar nicht gesehen, wer hinter ihm war. Er hätte aber wissen müssen, dass alle zwei Minuten ein Wagen kommt,“ klagte der Ford-Pilot. Dieses unglückliche Manöver kostete Duval 25 Sekunden und warf ihn hinter Sainz auf den siebten Platz zurück. "Ich habe keinen Funk im Auto, über den man mich hätte anrufen können,“ entschuldigte sich Warmbold.

Solberg einfach nicht zu schlagen

Nach dem Service schlug Grönholm (Peugeot) heftig auf: Bestzeit vor Märtin (Ford), exakt jene 4,5 Sekunden schneller, die er benötigte, um den Esten vom zweiten auf den dritten Platz zu schieben. Loeb (Citroen) fuhr die drittbeste Zeit, vor Leader Solberg, der sich überhaupt nicht irritieren ließ. Auch in der folgenden Sonderprüfung war Grönholm Schnellster - er nahm Märtin zwei Sekunden ab und dem Leader Solberg beinahe acht: Damit hatte er sich bis auf 15 Sekunden an den Spitzenreiter heran gearbeitet. In der vorletzten Wertungsprüfung des Tages lieferte Sebastien Loeb die erste Bestzeit für Citroen in dieser Rallye ab: Er ließ sowohl Märtin (Ford) um 0,3 Sekunden als auch Grönholm (Peugeot) um eine ganze Sekunde hinter sich. In der letzten Sonderprüfung zeigte Solberg noch einmal, wer Leader in Neuseeland ist: Seinem Verfolger Grönholm (Peugeot) nahm er schnell mal 5,3 Sekunden ab, Märtin (Ford) ließ er um 7,8 Sekunden hinter sich. Dennoch zeigte sich der Ford-Pilot zufrieden: "Beim Service am Mittag habe ich mir vorgenommen, noch ein bisschen zuzulegen. Ich habe ganz schön balgen müssen - bislang hat es sich gelohnt.“

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