Rallye Spanien

Erneuter Loeb-Sieg

Foto: McKlein 32 Bilder

Mit seinem zweiten Saisonsieg konnte Weltmeister Sébastien Loeb seinen Vorsprung in der WM auf neun Punkte ausbauen. Für Kontrahent Marcus Grönholm ging es dagegen nach technischen Problemen um Schadensbegrenzung. Überschattet wurde der vierte WM-Lauf vom tödlichen Unfall des Deutschen Jörg Bastuck.

Die Rallye Spanien war bereits nach fünf von 16 Wertungsprüfungen entschieden. Als an beiden Werks-Ford von Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen die Abblasventile des Turboladers versagten, schleppten sich die Focus-Piloten ohne Turbounterstützung bis zum Ende des Freitags und verloren reichlich Zeit. Marcus Grönholm kassierte rund zweieinhalb Minuten und fiel bis auf Rang zehn zurück, Hirvonen rutschte sogar bis auf Platz 15 ab.

So erbte Sébastien Loeb im Citroën Xsara die Spitze vor seinen spanischen Teamkollegen Daniel Sordo und Xavier Pons. Aus einem Dreifach-Sieg des Kronos-Teams wurde nichts, weil Pons am zweiten Tag von der Strecke segelte und aufgeben musste. Nach einem Nichtangriffspakt mit Sordo am Sonntag fuhr Loeb seinen 22. WM-Erfolg nach Hause. Held des Publikums war jedoch Sordo. Der Junioren-Weltmeister fuhr sich mit weniger nur 48 Sekunden Rückstand in die Weltspitze. Mit dem Doppelsieg übernahm Kronos-Citroën mit zwei Zählern Vorsprung vor Ford auch die Spitze in der Herstellerwertung.

Dennoch herrschte im Citroën-Lager keine unverhohlene Freude. Es blieb das Gefühl, noch einmal davongekommen zu sein. Grönholm fuhr zehn Bestzeiten, holte sich am Ende noch Rang drei und untermauerte, dass der Focus zur Zeit das schnellste Auto im Feld ist. "Korsika wird schwer", ahnt Loeb im Hinblick auf den kommenden WM-Lauf (7. bis 9.4.).

Subaru blass

Enttäuschend lief die Rallye dagegen für WM-Mitfavorit Subaru. Neue Pirelli-Reifen erwiesen sich den Michelin-Pneus der Konkurrenz einmal mehr als unterlegen. Petter Solberg musste sich mit Rang sieben begnügen, Teamkollege Stéphane Sarrazin wurde Achter. Bester Franzose war Alex Bengue, der mit Platz vier im Peugeot 307 sein bestes WM-Resultat feierte.

Wenig erbaulich lief die Rallye für den bis dahin Tabellendritten Manfred Stohl, der mit der Abstimmung seines Peugeot 307 haderte und als Zwölfter ohne Fahrerpunkte blieb. Das gleiche Schicksal traf Red Bull-Skoda-Mann Gilles Panizzi, der nach diversen Setup-Schwierigkeiten völlig außer Form war und Rang zehn belegte. Der Belgier Francois Duval war im Shakedown noch Schnellster, in der Rallye brauchte er im Skoda des First-Teams einen Tag, um Fuß zu fassen. Es blieb Rang sechs.

Beste WM-Leistung von Kopecky

Wie gut ein Skoda Fabia auf den Asphaltstraßen von Katalonien sein kann, bewies Jan Kopecky. Der junge Tscheche eroberte mit einer problemlosen Fahrt Rang fünf und damit sein bestes WM-Resultat. Eine fehlerlose Fahrt lieferte Red Bull-Junior Andreas Aigner ab. Bei seinem dritten WRC-Einsatz belegte er im zweiten Red Bull-Skoda Platz 13. Eine Strafminute wegen zu frühen Stempels durch Beifahrer Timo Gottschalk spielte im Endergebnis keine Rolle.

Wegen des tödlichen Unfalls am Freitag (24.3.) fiel die Siegerehrung in Salou aus. Der Deutsche Jörg Bastuck verlor sein Leben, als er auf der zweiten Wertungsprüfung am Auto von Aaron Burkart ein Rad wechselte und ein anderer Teilnehmer an gleicher Stelle von der Strecke rutschte.

Endergebnis

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