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Rallye Türkei

Loeb erhält Vortritt

Mit taktischen Spielchen der Ford-Mannschaft ging der erste Tag (13.6.) der Rallye Türkei zu Ende. Auf der Abschluss-WP ließen die Focus-Piloten reihenweise Sebastien Loeb passieren, um am Samstag nicht als Erster auf die Strecke zu müssen.

Sowohl Mikko Hirvonen als auch Gigi Galli und Jari Matti Latvala stoppten kurz vor dem Ziel der letzten Prüfung, um sich im Klassement hinter Loeb zurückfallen zu lassen. Dabei gelang Latvala fast eine Punktlandung: Nur 1,1 Sekunden trennt den Ford Youngster nach dem ersten Tag vom Franzosen. „Das war wirklich sehr schwierig am Ende. Ich musste aufpassen, dass ich nicht zu schnell bin“, grinste der Finne.

Loeb nicht glücklich mit Spitzenplatz

Sebastien Loeb war dagegen nicht begeistert von den Spielchen der Konkurrenz. „Wir können nichts dagegen machen. Sie fahren hinter mir, haben meine Zeiten und können strategisch fahren.“ Als Straßenfeger auf dem türkischen Schotter konnte der Elsässer über weite Strecken des Tages nicht mit den Ford-Piloten mithalten. Auch der Italiener Gigi Galli timte seinen Zeitverlust nahezu perfekt und kam mit einem Rückstand von 2,2 als Vierter ins Ziel. Auch er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Durch das Verlangsamen seiner Markenkollegen konnte Henning Solberg am Ende sogar noch von Rang fünf auf zwei vorfahren. Mit der Bestzeit auf der Schluss-Prüfung schob sich der überraschte Norweger genau eine Sekunde als erster Verfolger hinter Loeb. Der Stobart-Pilot hatte dabei Glück, den Weltmeister nicht auch noch zu überholen.

Hirvonen mit perfekter Ausgangslage

Die beste Position am Samstag hat allerdings der WM-Zweite Mikko Hirvonen auf Rang fünf. Die 6,9 Sekunden Rückstand auf Loeb dürften durch die besseren Streckenverhältnisse schnell wieder aufgeholt werden. Der Finne hatte die Führung noch über weite Strecken des Tages innegehabt, war am Schluss aber verständlicherweise nicht unglücklich über Startposition fünf.

Bereits mit 49,1 Sekunden Rückstand auf Loeb liegt Petter Solberg auf Rang sechs. Der neue Subaru konnte die Pace der Spitze am Freitag noch nicht ganz mitgehen. Nachdem Chris Atkinson bereits auf WP 6 mit einer beschädigten Aufhängung aufgeben musste, ließ es auch Solberg etwas ruhiger angehen: „Es sind wirklich schwierige Bedingungen. Ich bin sehr vorsichtig gefahren, um das Auto ins Ziel zu bringen.“

Unerwartete Probleme bei Suzuki

Probleme der besonderen Art erwischten die Suzuki-Piloten: Ein harter Aufprall auf einen Felsen löste bei Per Gunnar Andersson die Feuerlöschanlage aus. „Die Flüssigkeit sprühte überall herum.“ beschrieb der Schwede die unerwartete Dusche auf WP 2. „Vor allem das Bremspedal wurde plötzlich sehr rutschig. Zwei, drei Mal habe ich es sogar verfehlt und dabei beinahe einen Unfall gebaut.“

Auch Teamkollege Toni Gardemeister kam nicht ungeschoren davon. Der Finne kugelte sich am Nachmittag auf der Strecke die Schulter aus. Noch im Auto renkte sich das Gelenk wieder ein. Die Ärzte gaben grünes Licht und so konnte der Suzuki-Pilot unter Schmerzen den Tag beenden. Allerdings liegen beide Piloten momentan außerhalb der Punkte.

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