Rallye Türkei

Wieder mal Loeb

Foto: McKlein

Citroen-Superstar Sébastien Loeb dominierte den ersten Tag der Rallye Zypern nach Belieben. Die Konkurrenz klagte über falsche Reifen oder gebrochene Aufhängungen.

Regenfälle in der Nacht zum Freitag (3.6.) und erneut am Freitagnachmittag machten die Reifnwahl der Teams schwierig. Dessen unbeeindruckt spulte Sébastien Loeb sein Programm ab. Der Weltmeister sicherte sich in acht Prüfungen sieben Bestzeiten. Lediglich auf Prüfung 4 verlor er 20 Sekunden, als er eine zehn Kilometer lange, extrem matschige Passage lieber etwas vorsichtiger anging. Am Ende der ersten Etappe führt Loeb mit 1:09 Minuten Vorsprung das Feld an. "Es läuft super, ich habe die richtigen Reifen gewählt und keinen Fehler gemacht", sagte Loeb.

Hinter dem Franzosen balgt sich eine Vierergruppe um Rang zwei. Mitsubishi-Fahrer Gianluigi Galli bestätigte seine starke Vorstellung beim Shakedown und eroberte den zweiten Platz. Der Italiener fuhr eine Bestzeit und übernahm nach Prüfung vier sogar kurz die Führung. Nur 3,6 Sekunden dahinter lauert Marcus Grönholm im Peugeot, weitere 17 Sekunden zurück liegt Subaru-Ass Petter Solberg, der sich einmal in der Reifenwahl vergriff. Auf Rang fünf lief trotz achtmonatiger Wettkampf-Pause Carlos Sainz im zweiten Citroen ein.

Auf Platz sechs liegt mit Toni Gardemeister der beste Ford. Der Finne hat bereits 3:10 Minuten Rückstand und kann wie der Rest der Ford-Armada das Tempo an an der Spitze nicht mitgehen. Antony Warmbold ist als Zehnter im vierten Werks-Focus bester Deutscher. Ebenfalls auf den hinteren Punkte-Rängen liegt Markko Märtin im Peugeot. Den Esten plagten Bremsprobleme.

Harri Rovanperä zerstörte auf der vorletzten Prüfung an seinem Mitsubishi Lancer eine Aufhängung und schied aus. Er wird die Rallye gemäß den Superrally-Regeln am Samstag mit zehn Stafminuten fortsetzen. Gleiches gilt für Subaru-Fahrer Chris Atkinson, der breitseits einen Gullideckel rammte. Eine Aufhängung zerdepperte auch Ford-Pilot Henning Solberg, doch der Norweger konnte die Rallye als Achter fortsetzen.

Ausgeschieden ist dagegen Armin Schwarz. Der Skoda-Fahrer traf einen großen Stein, der vorn einen Querlenker herausriss. "Da liegen überall Steine rum, über einige musst du halt drüberfahren", entschuldigte sich der Deutsche. Die zu erwartende Zeitstrafe von 25 Minuten bei Fortsetzung am Samstag macht Schwarz chancenlos auf ein gutes Ergebnis. So entschied sich das Team zum Rückzug. Teamkollege Janne Tuohino zerbrach ebenfalls eine Radaufhängung, der Finne kann die Rallye aber mit zehn Strafminuten fortsetzen.

Lehrgeld zahlten die Red Bull-Junioren. Das in Zypern noch auftrumpfende Duo Andreas Aigner und Quirin Müller staunte über das hohe Tempo in der seriennahen Gruppe N in der Türkei. Aigner kämpfte mit zwei abgerissenen Antriebswellen, einem druchgefallenen Bremspedal und nach mehreren Steintreffern mit einer krummen Spur. Am Ende gab das Frontdifferenzial den Geist auf. Der Österreicher soll am Samstag wieder ins Rennen gehen. Teamkollege Quirin Müller erwischte es auf der vorlletzten Prüfung des Tages, als er bei einer Wasserdurchfahrt den Kühler eindrückte. Er kassierte drei Strafminuten für die ausgelassene Superspecial auf dem Uni-Gelände in Antalya.

Zu den Ergebnissen.

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