Rallye Zypern

Grönholm-Sieg mit Fragezeichen

Foto: McKlein 20 Bilder

Marcus Grönholm fuhr in Zypern den ersten Sieg für Peugeot mit dem seit der Rallye Monte Carlo erst zum fünften Mal eingesetzten, neuen Modell 307 WRC ein. Hinter ihm platzierte sich Sebastian Loeb im Citroën. Doch beide müssen wegen möglicher technischer Unregelmäßigkeiten um den Sieg bangen.

Lediglich noch 24 von zu Beginn 38 Startern machten sich am Sonntag (16.5.) auf in den dritten Tag der Rallye Zypern. Zu absolvieren waren am letzten Rallye-Tag bei einer Gesamtstrecke von 327,68 Kilometern 95,34 Kilometer Sonderprüfungen, aufgeteilt, wie schon an beiden Vortagen, in zwei Dreier-Gruppen. Die beiden längsten Etappen gingen aber nur mehr über jeweils 25,24 Kilometer.

Grönholm auf der Siegespiste

Der im Gesamtklassement schon seit dem Vortag Erstplatzierte Marcus Grönholm (Peugeot) schlug zum Tagesauftakt sofort mit zwei Bestzeiten zu und baute seinen Vorsprung von gestern sehr deutlich aus: Mit einem Plus von über 18 Sekunden in der ersten Sonderprüfung des Tages verwies er seinen härtesten Verfolger Sebastien Loeb (Citroen) klar auf den zweiten Platz. Damit hatte er sich der Gesamtwertung auf über 40 Sekunden von seinem Konzern-“Cousin“ abgesetzt, gab aber noch nicht nach. "Die Rallye hier ist derart hart, dass man bis zum letzten Moment aufpassen muss. Dabei darf man den Rhythmus nicht verlieren, wenn man die Spitze halten will,“ sagte Grönholm. Auch auf der zweiten Sonderprüfung des Tages legte der Finne Bestzeit vor – hielt sich aber weniger deutlich vor Markko Märtin (Ford) und Loeb. In der dritten Wertungsprüfung des Tages, die er vorher nie gefahren war, ließ er es offenbar ein wenig vorsichtiger angehen, beschied sich - sein winziger Rückstand auf Loeb betrug nur 1/10 Sekunde - allerdings mit dem zweiten Platz, hinter dem Elsässer, der seinen Verfolger Märtin (Ford) im Auge behalten musste und ordentlich angaste. "An Marcus komme ich sowieso nicht mehr ran, sein Vorsprung ist einfach zu groß. Ich beschränke mich auf Halten und mögliche acht Punkte,“ erklärte Loeb.

Hinter den ersten drei Piloten auf Werkswagen verharrten die weiteren noch überlebenden vier WRC-Kämpfer auf den gleichen Positionen wie schon seit der gestrigen Mittagspause: Carlos Sainz (Citroen) konnte sich infolge zu weicher Dämpferabstimmung und erneut schlechter Reifenwahl nicht verbessern. Harri Rovanperä (Peugeot) laborierte trotz des gestrigen Schaltboxwechsels weiterhin mit Getriebeproblemen.

Endlich wieder ein Peugeot-Sieg

Mit einer Top-Zeit - acht Sekunden vor seinem Citroen-Verfolger Sebastien Loeb - leitete Grönholm die letzte Dreier-Serie von Sonderprüfungen ein. Er baute seinen Vorsprung damit auf über 50 Sekunden aus - uneinholbar für jeden Konkurrenten auf den noch an diesem letzten Rallyetag verbleibenden 20 Kilometern. Drittschnellster war erneut Märtin (Ford) vor Solberg (Subaru), Sainz (Citroen) und Hirvonen. Harri Rovanperä dahinter tat sich schwer: Trotz eines erneuten Getriebewechsels, der ihm wiederum 30 Strafsekunden wegen Zeitüberschreitung einbrachte, kam er nicht richtig in die Gänge. Die letzten beiden Sonderprüfungen des Tages gingen an Loeb (Citroen) und an Solberg (Subaru), der damit seine sechste Bestzeit dieser Rallye lieferte.

Ergebnis unter Vorbehalt

Nach Rallye-Ende zogen dann aber für das siegreiche Peugeot-Team und auch das Citroën-Werksteam dunkle Wolken auf. Bei der technischen Endabnahme fielen den Kommissaren an beiden WRC-Modellen Teile wie die Wasserpumpen auf, die sie zunächst mit den jeweiligen Serienteilen auf Reglementskonformität vergleichen wollten, bevor sie das Ergebnis offiziell bestätigen. Ob Peugeot nun in Zypern tatsächlich seinen ersten Sieg mit dem 307 einfahren konnte, wird sich erst am 19. Mai entscheiden. Solange bleiben die Ergebnisse unter Vorbehalt.

Zu den Ergebnissen

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