Richard Burns ist tot

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Der frühere Rallye-Weltmeister Richars Burns erlag am Freitag (25.11.) in einem Londoner Hospital seinem Krebsleiden. Burns holte 2001 zum ersten Mal den WM-Titel nach England. Er wurde 34 Jahre alt.

Richard Burns wurde 1971 in Reading geboren und begann 1989 mit dem Rallyesport. Nach dem Gewinn der britischen Meisterschaft 1993 und einem zweijährigen Gastspiel in der Asien-Pazifik-Meisterschaft kam der Engländer in die Rallye-Weltmeisterschaft, wo ihm 1998 mit Siegen in Kenia und Großbritannien im Mitsubishi-Team der Durchbruch gelang. Insgesamt gewann Burns zehn WM-Rallyes. 2001 krönte er seine Karriere mit dem Gewinn der Fahrer-Weltmeisterschaft auf Subaru.

Der Wechsel zu Peugeot 2002 stand unter keinem guten Stern. Anpassungsschwierigkeiten mit dem 206 WRC und ausbleibende Erfolge zehrten an den Nerven. 2003 war Burns immer noch sieglos, wahrte aber vor dem Saisonfinale in Wales mit fünf Podiums-Platzierungen seine Titelchance.

Keine Aussicht auf Heilung

Kurz vor der Veranstaltung verlor der damals 32-Jährige während einer Autofahrt zeitweise das Bewusstsein. Burns musste auf den Start verzichten und sich einer Gehirnuntersuchung unterziehen, bei der die Ärzte einen Hirntumor diagnostizierten.

Weder Bestrahlungen, noch mehrere Chemotherapien konnten das Wachstum des Tumors aufhalten. Nach einer besseren Phase im Frühjahr 2004 verschlechterte sich der Zustand des hochaufgeschossenen Engländers wieder. Eine Operation im Sommer verlief zwar nach Aussage der Ärzte erfolgreich, brachte aber keine Heilung.

Colin McRae: "Ein echter Charakter"

Im August trat ein deutlich geschwächter Richard Burns bei einem ihm zu Ehren veranstalteten Rallyetag zuletzt öffentlich auf. Sein Stammbeifahrer Robert Reid chauffierte seinen früheren Fahrer vor den Tribünen des Castle Combe Circuits. Zu Beginn der vergangenen Woche fiel Burns in ein Koma, aus dem er nicht mehr erwachte. Richard Burns starb am Freitag im Kreis seiner Familie im Wellington-Hospital.

Zu den ersten, die dem verstorbenen Weltmeister ihre Referenz erweisen, gehört Subaru-Teamchef David Lapworth: "Richard war eine der Schlüsselfiguren, die unser Team dahin gebracht haben, wo wir jetzt sind. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke." Auch Erzrivale Colin McRae zollt Tribut: "Richard war ein echter Charakter. Ich werde ihn als Gegner und Freund vermissen."

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