Rovanperä ersetzt Loix

Foto: McKlein

Nach seiner durchwachsenen Vorstellung in Schweden ist Peugeot-Werksfahrer Freddy Loix vorerst kalt gestellt worden. In Mexiko ersetzt der im Vorjahr entlassene Harri Rovanperä den Belgier.

Auf die Frage: "Was ist denn mit Freddy Loix los?" reagierte Peugeot-Sportchef während des Schweden-Wochenendes säuerlich: "Ich weiß es auch nicht. Wir müssen die Situation analysieren und dann eine Lösung finden." Nur einen Tag später scheint die Lösung gefunden. Sie heißt - zumindest vorerst - Harri Rovanperä.

Der Mann aus Jyväskylä kennt den neuen Peugeot 307 durch ausgiebige Testfahrten, zudem kennt er auch den nächsten WM-Lauf in Mexiko (12.-14.3.). Schließlich steht der Finne ohnehin noch auf der Peugeot-Gehaltsliste. Im vergangenen Herbst erhielt Rovanperä trotz nicht immer überzeugender Leistungen einen Vertrag über die komplette Saison 2004, nur um nach dem Saisonfinale im November wegen mangelnder Ergebnisse gefeuert zu werden. Sportchef Provera verkündete damals, Rovanperrä habe ein mentales Problem nach einem Unfall in Finnland.

Loix knickte Rovanperäs Karriere

Pikanterweise war es gerade Freddy Loix, der zunächst den scheinbar letzten Sargnagel in die Rovanperä-Karriere schlug. Als der Flame in Wales bei seinem Peugeot-Debüt ebenso schnell war wie das finnische Schotter-Ass standen Loix Aktien bestens und Rovanperä musste gehen.

Nachdem Loix weder in Monte Carlo noch in Schweden (beides Rallyes, die ihm eigentlich liegen) annähernd das Tempo von Teamkollege Marcus Grönholm mitgehen konnte, zog die Team-Leitung die Notbremse, um in der Marken-WM nicht aussichtslos hinter Citroën und Ford zurückzufallen.

Rückenwind von Marlboro

Dennoch wird Loix nicht gefeuert. "Freddy Loix wird selbstverständlich weiter für Peugeot arbeiten", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Der Belgier hat großen Rückenwind von Peugeot-Hauptsponsor Philip Morris (Marlboro). Ursprünglich galt das Engagement von Loix für mindestens zehn WM-Läufe. Wie das Programm nun weitergeht, soll erst später entschieden werden.

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