Sarrazin im Werks-Subaru

Foto: swrt

Der 29-jährige Stéphane Sarrazin ist der Shooting-Star des Jahres. Der frisch gebackene französische Rallye-Meister fährt 2005 an der Seite von Petter Solberg einen Werks-Impreza bei Subaru.

Bis Ende 2003 stand die Karriere des 29-Jährigen ganz im Zeichen der Rundstrecke. Sarrazin war nationaler Kart-Meister, Formel-Renault-Sieger und fünf Jahre lang Testfahrer in der Formel 1 (Prost und Toyota). Nach einem erfolgreichen Ausflug im Rallye-Sport in einem Gruppe N-Auto nahm Sarrazin an einer Rallye-Ausscheidung bei Subaru Frankreich teil und gewann.

2004 bestritt der Mann aus Ales in einem Impreza WRC die französische Asphalt-Meisterschaft und holte sich prompt den Titel. Damit nicht genug: Sarrazin tauchte mit Förderung des französischen Motorsport-Verbandes FFSA bei drei WM-Läufen (Deutschland, Korsika und Spanien) auf und war nicht nur drei Mal bester Privatier sondern fuhr gleich zwei Mal in die Punkte.

Hirvonen noch nicht aus dem Rennen

Herausragend war Sarrazins vierter Rang in Spanien, wo er nicht nur Ex-Weltmeister Petter Solberg hinter sich ließ, sondern mit Rang vier nur knapp das Podium verpasste und die beste Platzierung eines Privatfahrers 2004 einfuhr.

Sarrazin wird im Subaru-Werksteam 2005 acht von 16 Läufen bestreiten. Den Beginn machr die Rallye Monte Carlo Ende Januar. Beifahrer ist sein Landsmann Jacques-Julien Renucci. Sarrazin gilt bisher als Asphalt-Spezialist, ob er bei allen Asphalt-Rallyes 2005 zum Einsatz kommt, und welche Schotter-Rallyes er fährt, ist noch nicht entschieden. Ebenso unklar ist, wer die übrigen acht Rallyes ein Werks-Auto erhält. Mikko Hirvonen konnte zwar 2004 Teamchef David Lapworth nicht überzeugen, dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass der Finne 2005 eine weitere Chance erhält.

David Lapworth: "Bemerkenswert"

"Wir sind sehr beeindruckt, was Sarrazin in diesem Jahr geleistet hat", sagt Lapworth. "Es ist bemerkenswert, wie jemand, der erst drei WM-Läufe gefahren hat, so ein Tempo vorlegen kann." Sarrazin erhält einen Einjahresvertrag, doch Lapworth macht ihm Hoffnung auf mehr: "Unser Ziel ist, den Weltmeister von morgen zu finden." "Nach nur einem Jahr in der Rallye-Szene ist das eine große Chance. Ich werde mein Bestes geben", sagt Stéphane Sarrazin.

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