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Sébastien Loeb mit Rallye-Comeback

Drei Rennen für den Rekordchampion 2018

Sébastien Loeb - Rallye - WRC Foto: Red Bull

Es hat sich mit den Testfahrten im aktuellen Citroën C3 WRC angedeutet. Kurz vor Weihnachten ist die Rückkehr perfekt. Sébastien Loeb feiert ein Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft 2018. Wenn auch nur für drei Rennen.

20.12.2017 Andreas Haupt

Sébastien Loeb ist der Versuchung der neuen Rallye-Autos verfallen, die in diesem Jahr eingeführt wurden. Sie haben mehr Motorleistung bei einer gleichzeitig ausgefeilteren Aerodynamik. Der Rekordweltmeister testete den Citroën C3 Mitte August auf nassem und trockenem Asphalt. Es war ein privater Test im heimischen Elsass, der viel Aufmerksamkeit erregte in der Rallye-Szene. Sechs Wochen später setzte sich Loeb wieder ans Steuer. Diesmal bewegte der 43-Jährige den C3 auf Schotter. Das Comeback rückte näher.

Loeb in Mexiko, Korsika und Spanien am Start

Zumal Loeb klarmachte, dass er keine Lust auf einen Testjob habe. Sondern viel lieber Rennen fahren würde, wenn er schon ein Auto teste. Kurz vor Weihnachten ist ein Deal eingetütet. Loeb, der die Rallye-WM zwischen 2004 und 2012 mit neun Titeln in Serie beherrschte, kehrt zurück. 2018 bestreitet der Rekordweltmeister drei von 13 Rennen.

In Mexiko (8. bis 11. März), auf Korsika (5. bis 8. April) und in Spanien (25. bis 28. Oktober) startet der Routinier zusammen mit Beifahrer Daniel Elena im Citroën C3. Dafür muss Craig Breen auf die Ersatzbank, der die restlichen zehn Läufe fährt. Nur Kris Meeke ist die gesamte Saison gesetzt. Citroëns Renndirektor Yves Matton ist begeistert. „Sébastien konnte nur mit uns zurückkehren. Alles andere hätte nicht gepasst. Bei den Testfahrten hat er bewiesen, dass er nichts von seiner Geschwindigkeit eingebüßt hat. Allerdings wird es für ihn eine Herausforderung, mit weniger Streckenkenntnissen und weniger Zeit im Auto, sich der Konkurrenz zu stellen.“

Loeb erklärt, wie es zur Wahl der drei Wettbewerbe kam. „Frankreich macht allein schon Sinn, weil ich dort herkomme, und ich es immer schon geliebt habe, auf Asphalt zu fahren. Allerdings kenne ich die aktuelle Route der Tour de Corse nicht. Spanien schien mir eine gute Option. Ich bin dort zwar schon länger nicht gefahren, aber ich wolle unbedingt auf Schotter fahren. An Mexiko habe ich gute Erinnerungen und die Streckenführung hat sich nicht stark verändert.“ Loeb gewann in Spanien mit seinen verschiedenen Untergründen bereits acht Mal. In Mexiko siegte er sechs Mal, in Korsika deren vier Mal.

Seine letzte Rallye bestritt der Franzose in Monte Carlo 2015. Sein letzter Sieg von insgesamt 78 Erfolgen datiert aus dem Jahr 2013. Damals hatte er neben dem Saisonauftakt in Monte Carlo den Lauf in Argentinien für sich entschieden. Nach seinem Rückzug Ende 2012 war der Dominator von einst nur noch sporadisch in der Rallye-Weltmeisterschaft aufgetreten. Stattdessen widmete sich Loeb neuen Projekten. 2014 und 2015 bestritt er zwei Jahre in der Tourenwagen-WM WTCC. 2016 und 2017 suchte Loeb eine Herausforderung in der Rallycross-WM. Er schloss seine erste volle Saison als Fünfter ab. 2017 landete er auf der vierten Gesamtposition. Außerdem probierte sich Loeb in den letzten Jahren an der Rallye Dakar.

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