Stohl und OMV treten 2006 mit Peugeot an

Foto: McKlein

Der österreichische Mineralölkonzern OMV weitet sein Rallye-Engagement aus. 2006 sollen zwei Peugeot 307 WRC in den Konzernfarben weiß, blau und grün bei zwölf WM-Läufen eingesetzt werden.

Unter dem Namen "OMV Peugeot Norway World Rally Team" tritt OMV auch in der Herstellerwertung "M2" für Privatteams an. Die Einsätze von zwei Peugeot 307 WRC aus Beständen des Werksteams übernimmt das Team Bozian „Für uns ist es ein großartiges Projekt. Mit diesen Piloten und unserem Team wollen wir die Wertung der M2-Klasse gewinnen. Das ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel", sagt Teamchef Jacky Bozian.

In der M2-Kategorie trifft das OMV-Team auf Gegner wie Kronos-Citroën mit Weltmeister Sébastien Loeb und der Red Bull-Skoda-Mannschaft von Raimund Baumschlager. Um Herstellerpunkte einzuheimsen, müssen die Teams mindestens zwei Autos bei zehn WM-Rallyes einsetzen.

Starke Fahrerpaarung

Bei OMV kommt wie 2005 der Österreicher Manfred Stohl zum Einsatz. Verstärkt wird die Mannschaft vom Norweger Henning Solberg, dem älteren Bruder von Vize-Weltmeister Petter Solberg. Solbergs beste Platzierung 2005 war ein vierter Rang in Zypern, Stohl wurde bei der gleichen Rallye sogar Zweiter.

Das Engagement von OMV kommt der Rallye-Gemeinde nach dem überraschenden Ausstieg von Mitsubishi sehr gelegen. In der Marken-WM finden sich auf der Einschreibeliste mit Ford und Subaru ledigiglich zwei echte Werksteams. Dank der Teams von Baumschlager, Kronos und OMV sind immerhin Autos drei weiterer Hersteller vertreten. Ford-Teamchef Malcolm Wilson plant zudem, in der M2-Wertung ein weiteres Zweiwagenteam an den Start zu bringen.

Fünf Topleute ohne Job

Auf dem Fahrermarkt laufen noch reichlich Klasseleute frei herum. Die Mitsubishi-Mannen Gigi Galli und Harri Rovanperä sind ebenso noch auf Jobsuche wie Markko Märtin, die Ex-Ford-Fahrer Toni Gardemeister und Roman Kresta, Australien-Sieger Francois Duval und Ex-Weltmeister Colin McRae.

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