Subaru will Sordo

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Subaru-Sportdirektor Luis Moya gibt offen zu, dass sein Team an Junior-Weltmeister Daniel Sordo interessiert ist. Der Spanier setzt damit die eigene Nachwuchshoffnung Chris Atkinson unter Druck.

Luis Moya ist nicht hundertprozentig zufrieden mit Subaru-Nachwuchsmann Chris Atkinson. Prompt denkt der Spanier laut über mögliche Neuzugänge nach: "Natürlich gibt es auch noch weitere Namen, aber ich nenne Sordo, denn er verbindet außerordentliche Eigenschaften: Er ist noch nicht einmal 22, fährt die ganze Zeit in einem WRC, ist Junior-Champion, blieb in nahezu zwei Jahren unfallfrei, ist konstant, wurde auf seiner sechsten Schotter-Rallye Vierter in Mexiko, ganz zu schweigen von seinem Podestplatz in Spanien."

Petter Solbergs Cockpit steht bei Subaru nicht zur Debatte. Was Chris Atkinson betrifft sagt Moya: "Wir warten auf ein gutes Resultat von Chris, das mit Sicherheit bald kommen wird. Wir brauchen ihn nicht unter Druck zu setzen, da er selbst weiß, dass er Erfolge nötig hat. Es gehört zum Leben eines Profis mit dem Leistungsdruck umgehen zu können."

Das Subaru-Team ist bekannt für seinen kurzen Geduldsfaden. Beim Versuch, einen neuen Petter Solberg heranzuzüchten, frustrierte die Truppe aus Banbury zunächst Markko Märtin, dann feuerte der abgelöste Teamchef David Lapworth nach nur einer Saison den jungen Finnen Mikko Hirvonen. Nach einer durchwachsenen Saison 2005 wurde die Karriere von Rundstreckenumsteiger Stéphane Sarrazin auf die Asphalt-Wettbewerbe zurechtgestutzt.

Kaum eine Rallye ohne Fehler

Die aktuelle Nachwuchshoffnung Atkinson sah gegenüber Sordo zuletzt nicht gut aus. Selbst in Argentinien, wo der Spanier wegen mangelnder Schotter-Erfahrung im Citroen Xsara WRC eher verhalten zu Werke ging, kam Atkinson hinter ihm ins Ziel. der Anfang 2005 noch hoch gelobte Australier schafft kaum eine Rallye ohne Dreher oder Ausrutscher.

Bei sechs Rallyes kam Atkinson nur drei Mal in die Punkte, Sordo schaffte fünf Platzierungen unter den besten Acht, darunter Rang drei in Spanien. Mit 24 Punkten belegt der Spanier in der WM-Tabelle Rang drei, und die Chancen steigen, dass er statt des ursprünglich geplanten Rumpfprogramms auch die restlichen WM-Läufe im WRC bestreiten darf.

Die Titelverteidigung in der Junior-WM ist bereits zugunsten weiterer WRC-Einsätze abgeblasen. Unter Druck gerät auch Landsmann Xavier Pons, der in der Hersteller-Wertung neben Sébastien Loeb eigentlich als zweiter Fahrer für das Kronos-Citroën-Team nominiert ist. 2006 zog der ehemalige Grupp-N-Weltmeister gegen den jüngeren Sordo immer den Kürzeren.

Citroën ist ebenfalls interessiert

Die Chancen, Daniel Sodro wirklich zu Subaru zu holen, sind allerdings nicht allzu groß, auch wenn Luis Moya mit der Familie des Youngsters gut befreundet ist. Citroën-Sportchef Guy Fréquelin hat bereits mehr als ein Auge auf Sordo geworfen. 2007 kehrt Citroën werksseitig in die Rallye-WM zurück.

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