Subarus neue Rallye-Waffe

Foto: Subaru 8 Bilder

Ab der Rallye Mexiko (11. bis 13.3.) starten die Blauen mit dem neuen Impreza WRC 2005 in der Rallye-WM. Petter Solbergs neues Sportgerät wuchs ein Stück in die Breite, und auch sonst kann der Impreza vieles besser als sein mit sechs Siegen erfolgreicher Vorgänger.

Eigentlich hätte Subaru-Teamchef David Lapworth schon zur Rallye Monte Carlo im Januar mit einem neuen Auto an den Start gehen dürfen. Das World Rally Car-Reglement erlaubt alle zwölf Monate die Homologation einer neuen Evolutionsstufe. Doch die Blauen planen zur Zeit wie die Roten in der Formel 1 nach dem Motto: Gut Ding will Weile haben.

Immerhin löst der Impreza seinen Vorgänger nach zwei Saison-Rallyes schon im März in Mexiko ab, während Schumi auf seinen neuen Ferrari bis zum fünften Rennen Mitte Mai warten muss. In Monte Carlo und Schweden spielen Wetter-Unwägbarkeiten und Fahrer-Qualitäten die dominierende Rolle. "Technische Experimente sind da nicht angesagt" sagt Lapworth. Der Erfolg gibt ihm recht. Mit dem Solberg-Sieg in Schweden fuhr der bisherige Impreza seinen sechsten WM-Erfolg in 18 Rallyes ein, doch nun geht er in Rente.

Petter Solberg: "Das neue Auto ist deutlich besser als sein Vorgänger."

Das neue Modell ist in vielerei Hinsicht deutlich besser. Markantestes Merkmal sind die bauchigeren Kotflügel. Seit Januar erlauben die Regeln Autos mit mehr als 4,2 Metern Länge eine um drei Zentimeter (auf 1,80 Meter) verbreiterte Spur. Der Umbau erforderte auch neue Radaufhängungen mit längeren Hebelarmen. "Das Auto ist nun vor allem auf Asphalt besser zu fahren", sagt Lapworth.

Zusätzlich zur neuen Aufhängungsgeometrie verhilft ein steiferes und leichteres Chassis dem Fahrverhalten. Die erleichterte Karosse ermöglicht den Einsatz von mehr Bleiballast am Fahrzeugboden und sorgt so für eine bessere Gewichtsverteilung. Petter Solberg lobt: "Hinter dem Lenkrad hat man schnell gespürt, dass das neue Auto deutlich besser ist als sein Vorgänger."

David Lapworth: "Motor vernachlässigt"

Spürbar verbessert finden die Fahrer auch den Motor vor. "Das Thema haben wir in den letzten Jahren etwas vernachlässigt", sagt Lapworth. Das Schwungrad ist leichter, die Einspritzung verbessert, der Turbolader neu. Zusammen ergibt diese Konstellation ein besseres Ansprechverhalten und mehr Drehmoment beim 320 PS starken Zweiliter-Boxer.

Zwar weist man beim Werksteam Prodrive in England ausdrücklich darauf hin, dass das Design des neuen Impreza von der Entwicklungsabteilung in Japan gestaltet wurde, aerodynamisch bleibt aber nahezu alles beim Alten. Von den Kühlluftöffnungen an der Front bis zum durch senkrechte Elemente unterteilte Heckflügel blieb der Impreza unverändert.

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