SupeRally-System abgeschafft

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Die FIA beschließt zahlreiche neue Rallye-Regeln. Das umstrittene "SupeRally-System", nach dem ausgefallen Teilnehmer am Folgetag wieder antreten dürfen, wird abgeschafft. Weitere Regeln sollen Kosten senken und die Sicherheit erhöhen.

Schon die Schreibweise "SupeRally" sorgte für Verwirrung. Seit die FIA ausgefallenen Teilnehmern bei Rallye-WM-Läufen mit einem ausgeklügelten System von Strafzeiten am Folgetag die weitere Teilnahme erlaubte, wissen selbst WM-Insider nicht immer, wer noch im Wettbewerb ist und wer nicht, und wer auf welcher Position liegt.

Nun ist das SupeRallye-Konzept Geschichte. Ab 2007 sollen wieder die Teilnehmer belohnt werden, die die komplette Veranstaltung beenden. Dazu ist ein Bonussystem geplant, nach dem die ersten drei Platzierten jeder Etappe Zusatzpunkte (3/2/1) erhalten. Noch ist die neue Idee unausgegoren. Konkrete Regeln werden erst beim nächsten FIA World Council im September beschlossen.

Um Teilnehmern mit beschädigten Autos die weitere Teilnahme zu erleichtern, sollen Reparaturen außerhalb des Service-Parks künftig wieder erlaubt werden. Verboten wird dagegen, sein waidwundes Auto auf drei Rädern durch den öffentlichen Straßenverkehr zu schleppen.

Einheitsreifen ab 2008

Wie in der Formel 1 wird es ab 2008 nur noch einen einzigen Reifenausrüster geben. Damit sollen vor allem die teuren Reifentestfahrten deutlich eingeschränkt werden. Die seit einem Jahrzehnt gebräuchlichen Mousse-Reifen, die auch bei Druckverlust noch die Weiterfaht mit Vollgas ermöglichen, werden verboten.

Die Anzahl der Testtage wird bereits 2007 limitiert, Werksfahrer der Priorität 1 dürfen nur noch für den Hersteller testen, für die sie in der WM eingeschrieben sind.

Ab 2007 muss jeder Hersteller eine Motorenspezifikation homologieren, die während der Saison nicht verändert werden darf. Zudem limitiert die FIA die Zahl der Motoren, um die Einsatzkosten zu senken. Die Sportbehörde lässt zudem untersuchen, wann die Rallye-WM auf Biosprit umgestellt werden kann.

Super 2000 und Gruppe N fahren gemeinsam

Autos, die nach dem neuen Super 2000-Reglement mit Allradautos und Zweiliter-Saugmotoren entwickelt wurden, sind ab der kommenden Saison in der Produktionswagen-WM punktberechtigt. Wie die Chancengleicheit der Super 2000 mit den seriennahen Gruppe N-Autos von Mitsubishi (Lancer Evo VIII) und Subaru (Impreza WRX) gewährleistet werden soll, beschließt der Weltrat bei der nächsten Sitzung.

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