Vorschau Rallye Argentinien

Sixpack für Loeb?

Foto: McKlein

Die Rallye Argentinien (14.-17.7.) feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Die meisten Fahrer freuen sich auf die außergewöhnlichen Strecken und die gewaltige Rallye-Begeisterung in der Provinz Cordoba. Die Frage nach dem Sieger scheint indes schon geklärt. Serien-Sieger Sébastien Loeb ist wieder der große Favorit.

Hunderttausende säumen selbst in dünn besiedelten Gebieten die Prüfungen der Rallye Argentinien. Die rauhen Sonderprüfungen in der Gegend von Cordoba sind sozusagen das Dach der Rallye-WM. Die Prüfungen El Condor und Giulio Césare führen über 2.200 Höhenmeter.

Berühmt ist Argentinien für seine zahlreichen Wasserdurchfahrten. Daran wird sich Petter Solberg schmerzlich erinnern. Der Norweger verlor die Rallye 2004 bei einer Wasserdurchfahrt mit waidwundem Motor. Subaru hat alles getan, um den Impreza 2005 weniger anfällig gegen Wassereinbrüche zu machen, dennoch ist man im Lager der Blauen nicht allzu optimistisch. "Wir haben anfangs gedacht, Michelin hat nur bei heißen Temperaturen einen Vorteil, doch in der Türkei war es kühler als gedacht, da waren sie auch stärker als wir mit unseren Pirelli", sagt Teamchef David Lapworth.

Rückkehr in den Winter

Die großen Höhen und der Winter auf der Südhalbkugel lassen tatsächlich kein heißes Wetter erwarten. Die Charakteristik geht von sandig bis felsig. Da sich die Kombination Sébastien Loeb und Citroen bisher auf allen Belägen überlegen zeigte, befürchtet die Konkurrenz den sechsten Loeb-Sieg in Folge. Es wäre Loebs siebter Saisonerfolg und damit ein neuer Rekord in der WM-Geschichte.

Mit Spannung erwartet der WM-Zirkus die Rückkehr des in Zypern wegen schlechter Leistungen suspendierten Francois Duval. Sein Vertreter Carlos Sainz sorgte bei den vergangenen zwei WM-Läufen in der Türkei und in Griechenland, dass Citroën in der Marken-Wertung die Führung übernahm - zusätzlicher Druck für Duval, der erstmals mit Sven Smeets auf dem Beifahrersitz antritt.

Skoda: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Peugeot hofft auf eine Schwäche bei Duval, sonst stehen die Karten schlecht. Der 307 ist auf schnellen Strecken nicht berechenbar, bei extrem rutschigen Pisten war das Fahrverhalten zuletzt katastrophal. Zudem kämpft Markko Märtin immer noch mit sich und dem Auto. Ob der eher defensive Este in Argentinien groß auftrumpft ist fraglich. Er kehrt an diesem Wochenende zurück an den Ort seines schlimmsten Unfalls. 2004 überschlug er sich nach einem Fahrfehler bei Tempo 160 mehrmals.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, das gilt auch für Skoda. Nach desaströsen Ergebnissen bisher soll nun endlich der Knoten platzen. Das sagt Sportchef Martin Mühlmeier allerdings schon seit vier Rallyes. Dennoch gibt sich Armin Schwarz optimistisch: "Es gibt keinen großen Unterschied zu Griechenland, und dort waren wir deutlich besser sortiert, als wir zeigen konnten." Beim Shakedown gelang Schwarz in Griechenland die sechstbeste Zeit, doch eine geflutete Motorelektronik stoppte die Fahrt am ersten Tag.

Die Rallye Argentineien beginnt am 14. Juli mit zwei Superspecial-Prüfungen am Donnerstagabend. Die Veranstaltung führt über 340 WP-Kilometer und endet nach 22 Prüfungen am Sonntag (17.7.) um 13.23 Ortszeit. Die Zeitverschiebung zur MEZ beträgt minus fünf Stunden.

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