Vorschau Rallye Australien

Abschiedsvorstellung

Foto: McKlein

Citroën geht vor dem einjährigen Rückzug beim Saisonfinale noch einmal auf Rekordjagd, Peugeot gibt ebenso wie Armin Schwarz seine Abschiedsvorstellung. Frischen Wind bringt Ford in die WM. Der neue Focus feiert sein Debüt.

Lediglich Lancia gelangen im Jahre 1988 mit dem Delta Integrale zehn WM-Siege in einer Saison. Beim Finale der diesjährigen WM in Perth (10.-13.11.) könnte Citroën mit elf Erfolgen eine neue Bestmarke setzen. Weltmeister Sébastien Loeb hält mit zehn Saisonerfolgen ohnehin schon einen einsamen Rekord.

Im Vorjahr konnte Loeb in Australien gewinnen, weil Regen aus den Bauxit-Rodelbahnen ordentliche Schlammpisten machte. Sollte es 2005 trocken bleiben, muss der Elsässer am ersten Tag auf den rutschigen Schotterstraßen den Straßenkehrer spielen - ein erheblicher Nachteil. "In Australien ist erst der zehnte Startplatz eine gute Position", sagt sein pessimistischer Teamkollege Francois Duval, der als Fünfter auf die Strecke geht.

Petter Solberg: "Will Vizeweltmeister werden"

Während die Citroën-Truppe mit beiden Titeln in der Tasche den letzten WM-Lauf mit seinen 26 Prüfungen ganz locker angehen kann, kämpft die Konzernschwester Peugeot vor dem endgültigen WM-Ausstieg noch um den Vizetitel in der Fahrer-Wertung, wo Marcus Grönholm (Peugeot) und Petter Solberg (Subaru) mit je 71 Punkten gleichauf liegen.

Während Grönholm angesichts des schwer fahrbaren 307 WRC mit Prognosen vorsichtig geworden ist, spricht Solberg laut vom Vize-Titel."Wir haben gezeigt, dass wir leicht mit Marcus Grönholm mithalten können", sagt der Norweger. Sein Heimspiel feiert Teamkollege Chris Atkinsonn, der aber keine Vorteile sieht: "Ich bin erst das zweite Mal rund um Perth unterwegs, meine Heimat liegt 4.000 Kilometer enfernt."

Schwarz letzte WM-Rallye

Dank hinterer Startplätze hoffen die kleinen Teams von Mitsubishi und Skoda auf eine gute Platzierung. Bei Skoda ruhen die Hoffnungen wie in Wales auf Ex-Weltmeister Colin McRae: "Ich habe hier 1997 gewonnen und fahre gern in Australien. Mit Startplatz sieben habe ich eine gute Ausgangsposition." Seinen letzten WM-Lauf bestreitet Armin Schwarz, der nach 14 WM-Jahren seine Fahrer-Karriere beendet.

Ein Debüt feiert dagegen Ford. Nach sieben Jahren löst der neue Ford Focus WRC seinen Vorgänger ab. In einem Wettlauf gegen die Zeit reisen ist das Auto gerade rechtzeitig fertig geworden. Die Fahrer reisen ohne große Testerfahrung nach Perth. "Ich werde beim Shakedown das erste Mal im Auto sitzen", sagt Toni Gardemeister, der sich um eine erfolgreiche Premiere bemühen muss. Er hat seinen Job für 2005 noch nicht sicher.

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