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Vorschau Rallye Australien

Hauen und Stechen

Foto: McKlein

Beim letzten WM-Lauf auf der anderen Seite der Weltkugel werden keine Gefangenen gemacht. Gleich fünf Fahrer haben es auf den Sieg abgesehen. Rücksicht auf die Tabelle muss keiner mehr nehmen.

Fahrer- und Marken-WM sind längst entschieden. Dennoch, oder gerade deshalb, geht es bei der Australien-Rallye richtig rund. Der enthronte Weltmeister Petter Solberg hat angekündigt: "Ich will zumindest den Vize-Titel." Solberg setzt neben eigener Stärken auf die bei den letzten drei Schotter-Rallyes unschlagbare Kombination Subaru und Pirelli.

Die vergangenen beiden Läufe auf Asphalt gewann Markko Märtin. Der Ford-Mann liegt in der Tabelle nur drei Punkte hinter Solberg und würde wie sein norwegischer Konkurrent gern einen Hattrick landen. Märtin hat gute Chancen, denn als Dritter auf der Strecke findet er nicht mehr so viel losen und zeitraubenden Bauxit-Sand auf den Prüfungen vor wie die vor ihm startenden Solberg und Sébastien Loeb.

Loeb als Straßenkehrer

Loebs Citroen Xsara ist das erste Auto auf der Straße. Der Weltmeister muss aufpassen, am ersten Tag nicht zu viel Zeit als Straßenkehrer einzubüßen. Loeb will endlich wieder einmal frei aufgeigen, ohne auf die Tabelle Rücksicht nehmen zu müssen. Er hat von Teamchef Guy Fréquelin grünes Licht. Die rote Karte hat dagegen Carlaos Sainz erhalten. Nach einem Trainingsunfall auf den extrem rutschigen Pisten rieten die Ärzte dem Spanier vom Start ab.

Extrem siegeshungrig präsentiert sich auch die Peugeot-Mannschaft. Marcus Grönholm, zuletzt Zweiter in Spanien, hofft, dass der unbestritten schnelle Peugeot 307 in Australien ebenfalls ohne technische Probleme läuft. dieselbe Hoffnung hat Teamkollege Harri Rovanperä. Der Finne war im Vorjahr zeitweilig der schnellste Mann auf der Strecke. Rovanperä muss eine starke Leistung abliefern, um sich für eine Weiterbeschäftigung 2005 zu empfehlen. Den Peugeot-Schotterassen hilft die Startposition. Grönholm kann als Fünfter, Rovanperä als Achter auf die Prüfungen des ersten Tages gehen.

Nicht ungefährlich

Um ohne Rücksicht auf Verluste um den Sieg zu kämpfen, ist Australien nicht gerade der geeignetste Ort. Neben der Ideallinie sind die Pisten extrem glatt. Die Prüfungen sind äußerst schnell und von stabilen Bäumen gesäumt. In den Vorjahren ereigneten sich regelmäßig schwere Abflüge.

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