Vorschau Rallye Mexiko

Wer stoppt Loeb?

Foto: McKlein

Nach zwei Siegen bei zwei Läufen hat sich Vize-Weltmeister Sébastien Loeb zum Top-Titelanwärter gemausert. Beim neuen WM-Lauf in Mexiko wollen dem Elsässer einige Kollegen kräftig in die Suppe spucken.

"Genug ist genug", sagt Weltmeister Petter Solberg, der die Meute der Loeb-Jäger anführt und sich beim neuen WM-Lauf in Mexiko (11.-14.4.) selbst zum Favoriten erklärt. "Loeb hat sich gut geschlagen, aber für uns fängt die WM erst jetzt richtig an." Der Grund für Solbergs Optimismus ist der neue Subaru Impreza WRC, der äußerlich kaum vom Vorgänger zu unterscheiden ist, aber unter dem Blech vor allem über einen kräftigeren Motor verfügt. Nach dreitägiger Probefahrt in Spanien schwärmt Solberg: "Der beste Test seit zwei Jahren."

Zu den wichtigsten Jägern gehören die Peugeot. Die Getriebe-und Abstimmungs-Probleme will das Team im Griff haben. Marcus Grönholm ist auf Schotter eine Macht, und der für Freddy Loix eingesetzte Harri Rovanperä hat die Rallye Mexiko im Jahr 2002 bereits gewonnen. Aber der Finne ist nicht der einzige Fahrer mit Streckenkenntnis.

Sébastien Loeb: "Fühle mich wohl an der Spitze"

Citroën-Speerspitze Loeb nahm 2003 am Training in Mexiko teil. Auch wenn die Streckenführung rund um den startort Leon nicht die gleiche ist, hofft "Super-Seb" auf einen kleinen Vorteil. "Wir wollen schon am Start kräftig attackieren", sagt Loeb. Von Erfolggsdruck will er nichts wissen: "Der Druck ist viel größer, wenn man hinten liegt. Ich fühle mich an der Tabellenspitze sehr wohl."

Druck für Ford

Rückendeckung hat Loeb von Teamkollege Carlos Sainz. Der Spanier gewann 2003 die ebenfalls neu im Kalender vertretene Rallye Türkei. "Ich bin kein Spezialist für neue Rallyes", wiegelt Sainz, sagt aber dann: "Vielleicht gewöhne ich mich ein wenig schneller an einen neuen Event als andere Fahrer."

Deutlich mehr Druck als bei Citroen lastet auf der Ford-Mannschaft. Francois Duval spricht trotzig davon, er könne unter die Top-Fünf fahren. Nach der starken Vorstellung seines Vertreters Janne Tuohino in Schweden, muss sich der Belgier bei der Teamleitung wieder ins Gedächtnis rufen.

Nach dem Hinkelsteintreffer und verschenkten Sieg in Schweden will sich auch Markko Märtin rehabilitieren. Mit überzeugenden Ergebnissen will die Truppe von Malcolm Wilson vor allem beim Ford-Vorstands überzeugen, um einen möglichen WM-Rückzug Ende 2004 zu verhindern.

Schwächelnde Motoren

Nach dem Wechsel in der Chef-Etage bei Mitsubishi schaut man auch dort der Sportabteilung kritischer auf die Finger. Nach der desaströsen Vorstellung in Schweden hofft Chef-Ingenieur Mario Fornaris, dass die Getriebeschäden nun Geschichte sind. Fahrer Gilles Panizzi verströmt Optimismus: "Wir sind noch am Anfang. Aber ich bin zufrieden, denn das Auto macht Fortschritte.

Ein Rückschritt ist die Rallye Mexiko für die Motorleistung. Während ein Top-World Rally Car im Normalfall bis zu 340 PS auf die Straße bringt, sorgen Wertungsprüfungen in bis zu 2000 Metern Höhe für drastische Leistungseinbußen. "Wir können froh sein, wenn wir noch 250 PS haben", sagt Subaru-Teamchef David Lapworth.

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