Vorschau Rallye-Monte Carlo

Die Stunde Null

Foto: McKlein

Der Rückzug von drei Herstellern aus der Rallye-WM ändert nichts daran, dass sich zum Saisonbeginn in Monte Carlo (20.-22.1.) ein sehenswertes Starterfeld präsentiert. Die neuen Favoriten des Jahres 2006 sind die gleichen wie im Vorjahr.

Die britischen Buchmacher sehen den großen Favoriten in Petter Solberg, ungeachtet der klaren Niederlage, die Subaru-Reifenpartner Pirelli im Vorjahr kassierte. Zumindest in Monte Carlo kocht Solberg auf kleiner Flamme, der Weltmeister von 2003 wäre schon mit einer Treppchenplatzierung zufrieden.

Anders Marcus Grönholm, Fords neue Speerspitze und zweiter WM-Favorit. Weil der Ford Focus als einziges Auto der neuen Generation (ohne aktive Front- und Hinterachs-Differenziale und ohne Wassereinspritzung) seine Feuertaufe im Wettbewerb bereits hinter sich hat, verspricht sich der zweimalige Champion einen Wettbewerbsvorteil, zumal die Testfahrten für die Monte viel versprechend verliefen. Grönholm träumt vom Monte Carlo-Sieg, es wäre sein erster auf Asphalt.

Loeb ist klarer Favorit

Wenn er da die Rechnung mal nicht ohne den Wirt gemacht hat. In den vergangenen drei Jahren hieß der Sieger im Fürstentum immer Sébastien Loeb, und auch wenn der amtierende Weltmeister nicht mehr in einem offiziellen Werksauto sitzt, der Citroën Xsara des Kronos-Teams dürfte sowohl beim Saisonauftakt als auch bei den weiteren 15 WM-Läufen bei der Musik sein.

Neben den drei genannten Fahrern absolvieren nur vier weitere alle 16 Rallyes. Subaru-Mann Chris Atkinson, Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford, Manfred Stohl im OMV-Peugeot, Matthew Wilson im Stobart-Ford. Andere nutzen die neue Regel in der Herstellerwertung, dass auch Teams mit zwei Autos und zehn Einsätzen (M2-Wertung) punktberechtigt sind wie beispielsweise das Red Bull-Skoda-Team mit Junior Andreas Aigner.

26 WRC am Start

Sechs Teams von fünf Herstellern haben sich in der WM eingeschrieben. Bei diversen europäischen Klassikern wird es zudem von privat eingesetzten World Rally Cars mit namhaften Fahren nur so wimmeln. In Monaco sind allein 26 WRC am Start. Zu den Männern die die Werksfahrer im Auge behalten müssen, gehören beispielsweise Gilles Panizzi, Alex Bengue und Francois Duval in Skoda Fabia, Gigi Galli im Mitsubishi Lancer und Stéphane Sarrazin im dritten Werks-Subaru.

Aus deutscher Sicht ist die Beteiligung eher mau. Beim Saisonauftakt reist Maike Suhr mit einem Suzuki Ignis an. Immerhin bestreitet Aaron Burkart die Junior-WM mit einem Citroen C2. Bei der Monte muss er allerdings noch mit seinem alten Saxo vorlieb nehmen. Der Veranstalter hat aus den Fehlern der Vorjahre gelernt und die Monte nun auch wieder für Gruppe N-Autos geöffnet. So sind immerhin 53 Teilnehmer am Start.

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