Vorschau Rallye Monte Carlo

Foto: Foto: McKlein

Der Auftakt-Klassiker der Rallye-WM präsentiert sich 2005 arg gerupft. Mit Minimal-Streckenführung und winzigem Starterfeld demoliert der Veranstalter einen ansonsten vielversprechenden Saisonauftakt.

Immerhin sechs Werksteams mit zwölf Fahrern treten beim ersten von 16 WM-Läufen an. Dazu gesellt sich trotz wirtschaftlich strenger Zeiten noch eine gute Handvoll Privatiers in attraktiven World Rally Cars. Es folgt ein Dutzend schriller Fronttriebler der Junior-WM, nur danach kommt nichts mehr. Gerade 34 Starter nehmen an der einstigen Königin der Rallyes teil. Die Gründe liegen in hohen Antrittsgeldern und der schlichten Tatsache, dass der Automobilclub von Monaco es schlicht für überflüssig hält, Teilnehmer aus der seriennahen Gruppe N zuzulassen.

Ebenso dünn wie die Starterliste ist die Strecke geraten. Gerade fünf verschiedene Prüfungen, alle im 60 Kilometer-Umkreis vom zentralen Service-Park in Monaco, haben die Verantwortlichen ausgesucht. Über den Col de Braus fahren die Autos in unterschiedlichen Varianten gleich vier Mal. Die Fahrer klagen jetzt schon über drohende Langeweile, die Zuschauer dürfen sich angesichts der räumlichen Enge auf ein Chaos freuen.

Große Spannung

Mäßig ist auch der Wetterbericht. Da die meisten Strecken in Lagen unter 1.000 Metern liegen, sind verschneite oder vereiste Prüfungen kaum zu erwarten. Die Teilnehmer rechnen mit einer nahezu trockenen oder allenfalls verregneten Monte.

Abgesehen von all den Hiobsbotschaften verspricht der Saisonauftakt große Spannung. Favorit ist Weltmeister und Monte-Sieger 2004, Sébastien Loeb im Citroën Xsara. Für eine Topplatzierung ist auch sein neuer Teamkollege Francois Duval gut.

Heftige Gegenwehr ist von Peugeot zu erwarten. Seit der Rückkehr in die WM 1999 haben die Löwen beim Heimspiel die Seuche. Mal springen die Autos morgens nicht an, mal reißt eine Unfallserie Löcher in die Phalanx. Der 307 WRC ist in jedem Fall schnell genug, die Monte zu gewinnen, auch den beiden Fahrern Markko Märtin und Marcus Grönholm ist das Kunststück zuzutrauen.

Schwarz für Überraschung gut

Bei Subaru muss man auf schlechtes Wetter (Regen oder Schnee) hoffen, um ganz nach vorn zu kommen. Im Ford-Team ist ungewiss, ob Auto und Fahrer-Besetzung die Klasse haben, um um den Sieg zu kämpfen.

Interessant wird der Auftritt der Rückkehrer. Mitsubishi kann nach dem Desaster von 2004 nur besser aussehen, bei Skoda ist Altmeister Armin Schwarz in Südfrankreich immer für eine Überraschung gut. Die Monte ist seine Lieblings-Rallye.

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