Vorschau Rallye Neuseeland

Grönholms Comeback?

Foto: McKlein

Beim vierten WM-Lauf will Peugeot endlich den Ruf des Prügelknaben loswerden und auf die Siegerstraße zurückkehren. Doch beim einzigen nach dem Mille Pistes-System ausgetragenen WM-Lauf haben Petter Solberg, Markko Märtin und Sébastien Loeb etwas dagegen.

Das Mille Pistes-System, bei dem am Morgen die Wertungsprüfungen trainiert werden, die am Nachmittag im Wettbewerb zu absolvieren sind, galt bei der FIA 2003 noch als Stein der Weisen. Nachdem die Mehrheit der Veranstalter wegen erheblicher organisatorischer Schwierigkeiten bei der Umsetzung meuterte, ruderte die Sportbehörde zurück. Nur die Organisatoren der Rallye Neuseeland halten an dem Konzept fest, das nach seiner Premiere vom 15.-18. April schnurstraks als Episode in die Geschichtsbücher des Rallyesports verschwindet.

Die Fahrer müssen von Freitag bis Sonntag jeweils um 5 Uhr morgens zu ihrer Streckenbesichtigung ausrücken. Erst gegen 21 Uhr erreicht der erste Starter das Etappenziel. Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Dennoch lassen sich die Fahrer den Spaß an der Schotterrallye am anderen Ende der Welt nicht verderben. "Neuseeland ist einfach ein Muss", sagt Tabellenführer Sébastien Loeb.

Feinste Schotterwege

Die Rallye mit Start- und Zielort Auckland bietet die feinsten Schotterpfade im Kalender. Die Strecken sind breit, nahezu glattgebügelt und frei von großen Steinen oder Schlaglöchern. Geraden gibt es nicht allzu vielle, die meisten Kurven sind langgezogen, schnell oder mittelschnell. Die ideale Gelegenheit für die Piloten mit ihren Autos in beliebigen Driftwinkeln zu spielen.

Vor Selbstbewusstsein strotzt nach dem Mexiko-Sieg und einem erfolgreichen Neuseeland-Test die Ford-Mannschaft. "Wir wollen auch hier gewinnen", sagt Markko Märtin. Ford setzt erstmals eine neue Evolutionsstufe des Focus mit leicht geänderter Aerodynamik und niedrigerem Schwerpunkt ein.

Loeb als Straßenfeger

Ebenfalls überarbeitet präsentiert sich der Xsara von Citroën, dessen Motor etwas erstarkt ist. WM-Leader Sébastien Loeb hat allerdings den Nachteil, dass er am Freitag als Erster auf die Strecke geht und den ganzen Tag (ebenso wie Märtin als Zweiter) den losen Schotter von der Piste fegen muss, während die Nachfolgenden bereits festeren Untergrund vorfinden.

Profitieren könnten Peugeot und Subaru. Pettert Solberg ist nach seinem Neuseeland-Test sicher, dass der Impreza das Auto ist, dass es zu schlagen gilt. Peugeot hat nach den letzten Pleiten eine Menge Hausaufgaben erledigt. Zudem bauen die Löwen auf den Grönholm-Faktor: Im Vorjahr war der zweimalige Weltmeister in Neuseeland so stark, dass er trotz einer Rolle seitwärts mühelos den Sieg einfuhr. Zumindest beim Abschlusstest am Mittwoch (14.4.) war Grönholm das Maß der Dinge.

Die Rallye Neuseeland beginnt am Abend des Donnerstag (15.4.) mit dem zeremoniellen Start und einer kurzen Zuschauerprüfung in Manukau, die zwei Mal durchfahren wird, bevor am Freitag die erste richtige Etappe beginnt. Die Rallye endet am Sonntagabend um 21 Uhr. Zeitverschiebung: Neuseeland ist uns zehn Stunden voraus.

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