Vorschau Schweden-Rallye

Gardemeisters erster Sieg?

Foto: McKlein

Der zweite WM-Lauf bringt ein Rekord-Starterfeld und frische Gesichter. 26 World Rally Cars sind am Start. Die sechs Werksteams setzen in Karlstad auf Skandinavien-Spezialisten. Doch vorerst blicken alle bang zum Himmel.

Noch hält das Wetter, doch die Rallye-WM zittert vor zu warmem Wetter und Regen, wenn die Teilnehmer der Schweden-Rallye (10.13.2.) am Donnerstagabend in Karlstad von der Startrampe rollen. Sollten die Strecken aufweichen, droht immer noch eine kurzfristige Absage.

Angenommen, der zweite WM-Lauf findet ohne Komplikationen statt, könnte Schweden 2005 der erste WM-Erfolg von Toni Gardemeister werden. Gestärkt durch seinen zweiten Rang in Monte Carlo nimmt sogar der stille Finne das Wort "Sieg" in den Mund. "Schweden ist schnell und flüssig. Das liegt mir", sagt der Ford-Mann. Im Vorjahr war der Ford Focus bis zu einem Fahrfehler von Markko Märtin das dominante Auto.

Marcus Grönholm: "Zur Not auch Zweiter"

Märtin backt 2005 kleinere Brötchen. Mit dem eigenwilligen Peugeot 307 und den Pirelli-Reifen muss sich der Este erst noch anfreunden. Teamkollege Marcus Grönholm muss dagegen als Topfavorit eingeschätzt werden. In den letzten fünf Jahren gewann der Finne drei Mal in Schweden. Doch Grönholm denkt auch an den Titelkampf: "Wenn es sein muss, reicht mir auch ein zweiter Platz." Über den würde Petter Solberg schon jubeln. Nach seiner Nullnummer in Monte Carlo will der Weltmeister von 2003 unbedingt punkten, als Siegfahrer schätzt er sich in Schweden selbst nicht ein.

Vorjahressieger Sébastien Loeb ist dagegen eher pessimistisch: "Schweden ist nicht Monte Carlo. Da werden einige Kollegen äußerst motiviert sein. Allerdings habe ich in den Vorjahren gezeigt, dass ich das Tempo mitgehen kann", sagt der Weltmeister. Die Furcht, er könne als erster Teilnehmer auf der Strecke Nachteile haben, scheint unberechtigt. Da kaum Schnee liegt, muss Loeb auch nicht den Schneepflug für die Nachfolgenden spielen.

Skoda mit schlagkräftiger Truppe

Spannend wird der Auftritt der Teilzeitkräfte in der WM. Bei Ford hat Teamchef Malcolm Wilson den Norweger Henning Solberg statt Roman Kresta für die Marken-Wertung nominiert. Kresta ist erst ein einziges Mal in Schweden angetreten. Seine erste Schnee-Rallye überhaupt fährt Subarus Nummer zwei, Stéphane Sarrazin.

Skoda lässt für den noch verletzten Armin Schwarz DTM-Champion Mattias Ekström um Marken-Punkte streiten. Mit Janne Tuohino und Jani Paasonen sind die Tschechen zumindest auf dem Papier für die schnellen Waldprüfungen exzellent aufgestellt. Bei Mitsubishi liegen die Hoffnungen nach Panizzis drittem Rang in Monaco auf Harri Rovanperä.

Die Strecken in Värmland, selbst unter normalen Schneebedingungen äußerst schnell, sind 2005 nicht ohne. Die Naturstraßen sind vereist, bei Tauwetter bilden sich tückische Spurrillen, die den Autos ein unangenehmes Eigenlenkverhalten bescheren. Weil die schützenden Schneewälle am Streckenrand komplett fehlen, werden Abflüge sofort mit Fels- oder Baumtreffern geahndet.

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