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Rallye Monte Carlo 2018

Ogier wieder nicht zu halten

Rallye Monte Carlo 2018 - Sébastien Ogier - WRC Foto: xpb

Sébastien Ogier hat zum fünften Mal in Serie die Rallye Monte Carlo gewonnen. Hinter dem Franzosen landeten gleich zwei Toyota-Fahrer. Citroën und Hyundai erlebten die ersten Enttäuschungen der neuen Saison.

29.01.2018 Andreas Haupt

Es war wieder einmal eine schwierige Rallye Monte Carlo. Mal fanden die Fahrer trockenen Asphalt vor. Mal nassen. Mal schneebedeckte oder vereiste Abschnitte in den französischen Seealpen. Der Sieger war ein alter Bekannter: Sébastien Ogier. Der fünffache Titelträger gewann bereits zum fünften Mal in Serie den Saisonauftakt. Und zum sechsten Mal die Rallye Monte Carlo überhaupt.

Ogiers Dreher bleiben unbestraft

Auch Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia kamen in ihrem Ford Fiesta WRC nicht problemlos über die 17 Wertungsprüfungen oder 394,74 Kilometer. Ogier rutschte auf Schnee in einer Bergab-Haarnadel aus. Er drehte sich auf nasser Strecke ein und steckte mit der rechten Fahrzeugseite in einem Graben fest. Fans schoben den gestrandeten Fiesta an. Doch die Konkurrenz nahm die zwei Angebote des Weltmeisters nicht an. Weil sie größtenteils selbst patzte.

Deshalb dominierte Ogier den Saisonauftakt von der ersten Wertungsprüfung an und strich im Ziel die vollen 25 Punkte für den ersten Saisonsieg ein. Hinzu kommt ein Punkt für den fünften Platz in der Power-Stage. „Ich glaube, ich habe noch nie zuvor so mit meiner Reifenwahl gehadert. Trotzdem am Ende als Sieger dazustehen, ist unglaublich. Ich glaube, jeder Fahrer hat sich an diesem Wochenende irgendwo einen Fehler geleistet – wir auch. Es war praktisch unmöglich, perfekt zu fahren. Glücklicherweise haben wir uns nur einen kleineren Patzer erlaubt. Als wir einen ausreichenden Vorsprung hatten, mussten wir nur noch versuchen, ihn zu verwalten. Auch wenn dies leichter gesagt war als getan. Besser konnten wir die neue Saison nicht beginnen. Der Wettbewerb ist so intensiv wie nie zuvor, darum ist das so wichtig“, resümierte Ogier.

Rallye Monte Carlo 2018 - Ott Tänak - WRC Foto: Red Bull
Ott Tänak gelang zum Saisonauftakt ein zweiter Platz.

Sein Teamchef Malcom Wilson brachte es auf den Punkt. „In puncto Rallye-Strategie kommt wirklich niemand an diese beiden heran. So verwundert es mich auch kaum, dass Sébastien und Julien diese Veranstaltung nun zum fünften Mal in Folge für sich entschieden haben.“ Titelverteidiger M-Sport führt nach dem maßgeschneiderten Auftakt bereits wieder die Teamwertung an. Ogier und Elfyn Evans spülten 33 Punkte auf das Konto der englischen Truppe.

Toyota mit Doppel-Podest

So viele hat auch Toyota in Monte Carlo gesammelt. Neuzugang und Ex-Ogier-Teamkollege Ott Tänak brachte seinen Yaris auf dem zweiten Platz ins Ziel. Der Rückstand auf den Sieger betrug 58,3 Sekunden. Weitere 54 Sekunden später sah Jari-Matti Latvala im zweiten Toyota die Zielflagge. Ein gelungener Auftakt für das von Tommi Mäkinen geführte Team.

Für Citroën und Hyundai verlief die erste Rallye der neuen Saison hingegen nicht nach Plan. Obwohl Kris Meeke im Citroën C3 WRC die Power Stage für sich entschied und den vierten Gesamtrang einheimste. Thierry Neuville verbuchte im besten Hyundai i20 WRC immerhin ein Top5-Resultat. Obwohl er bereits auf der ersten Etappe in einen Schneehügel flog, was ihn mehrere Minuten kostete. Ein Reifenschaden am Samstag erschwerte die Aufholjagd.

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