X-Raid BMW

Der Geheimfavorit

Foto: X-Raid 10 Bilder

Der Zweikampf der vergangenen Jahre könnte 2008 zu einen engen Dreikampf um den Dakar-Titel erwachsen. Die X-Raid BMW X3 haben bereits mit guten Leistungen in der Vorbereitung gezeigt, dass man den Werksteams von VW und Mitsubishi Paroli bieten kann.

Schon bei der Generalprobe, der UAE-Challenge in Saudi Arabien konnten die bärenstarken X3CC vier Tagessiege gegen die Konkurrenz einfahren. Erst Probleme mit der Kraftübertragung und der Elektrik vereitelten einen möglichen Gesamtsieg. Der gute Speed blieb auch beim Gegner nicht unbemerkt: "Der BMW ist schnell, unheimlich schnell", warnte zuletzt Stephane Peterhansel.

Viel Erfahrung hinter dem Steuer

Unterschätzt wird das Privatteam schon lange nicht mehr. Nur Besitzer Sven Quandt versucht die Erwartungen zu dämpfen: "Mit Colin McRae wären wir 2008 podiumsfähig gewesen." Die schottische Rallye-Legende war im September bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen und sollte bei der Dakar einen der X3CC pilotieren. Immer noch wiegt der Verlust von McRae schwer - sowohl menschlich als auch sportlich.

Mit dem "Dakar-Veteranen" Bruno Saby konnte zumindest von der Erfahrung her adäquater Ersatz gefunden werden. Der 58-jährigen Franzose kann auf drei Jahrzehnte aktiven Rallyesport zurückblicken. Bereits 14 Mal nahm der Marathon-Spezialist aus Grenoble am Wüstenklassiker teil, 1993 gewann Saby sogar den Titel. Die beiden weiteren X3CC werden von Nasser Al-Attiyah und Guerlain Chicherit pilotiert.

Hilfe bei der Motorentwicklung

Auch optisch hat sich bei X-Raid einiges verändert: 2008 leuchten die Fahrzeuge nicht mehr in weiß-grün, sondern verstecken sich wie graue Mäuse mit einer dunklen Außenhaut in den Dünen. Nach Angaben der Ingenieure ließen sich sechs Kilo Gewicht sparen, indem man die Karbonhülle des Offroaders unlackiert ließ. Prunkstück des X3CC ist allerdings sein Motor. Der Sechszylinder Reihen-Diesel mit zwei Turboladern entwickelt knapp 290 PS. Zur Entwicklung des Power-Pakets schickte BMW sogar eigene Motoren-Ingenieure zum X-Raid-Entwicklungszentrum ins österreichischen Steyr.

Vom Speed her kann die Quandt-Mannschaft mit den übermächtigen Werksteams von Mitsubishi und VW mithalten. Die Frage ist nur, wie zuverlässig die X3CC die 9.273 Kilometer überstehen. Probleme gab es zuletzt zum Beispiel mit den Antriebswellen. Zwar wurden neue Teile für die Kraftübertragung bestellt, diese konnten allerdings nicht mehr richtig getestet werden. "Als Fahrer kann man da nicht viel machen", so Chicherit, "da bleibt nur das Prinzip Hoffnung."

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