Gute Ratschläge

Foto: Hardy Mutschler 48 Bilder

Es gibt  zwei Typen von Rallye-Teilnehmern. Die einen treten an, um Spaß zu haben, die andern wollen gewinnen. Aber so einfach ist es dann doch nicht - warum die Grenze oft verschwimmt und die besten Tipps von unseren Teilnehmern.

Bei der ersten Rallye will man ankommen, bei der zweiten ins erste Drittel und spätestens ab der dritten entwickelt sich ein Ehrgeiz, noch besser zu werden - so geht es zumindest manchen, die bei der Sachsen Classic mitfahren. Doch eine Gleichmäßigkeitsfahrt wartet oft mit unvorgesehenen Sekundenfallen und Zeitfehlern auf. Wie geht man am besten an die Rallye ran?  Ein paar Rezepte.

Nerven bewahren

Lothar und Jörg Schubert nehmen zum dritten Mal an der Sachsen Classic teil und bringen es auf einen Nenner: "Der mit den stärksten Nerven gewinnt. Denn das Wichtigste ist, die Ruhe zu behalten. Das klappt bei uns so ungefähr in 80 Prozent der Fälle." Diese 80 Prozent bedeuteten für das Marburger Vater-Sohn-Team im Toyota Celica Liftback einen 40. und 23. Rang in den letzten beiden Jahren. Bisher starteten sie in der Sanduhrklasse. in diesem Jahr stoppen sie die Zeit erstmals elektronisch und hoffen auf starke Nerven und ein gutes Ergebnis.

Zweiter Tipp: Früh buchen, um dabei zu sein.

"Schöne Landschaft, Spass, mal rauskommen aus dem Alltag." Das sind die Motive von Falk Seliger aus Zwickau und Olaf Dost aus Limbach. Ihr Austin Healey Sprite Mk III aus dem Jahr 1965 war ein Gelegenheitskauf und absolviert nun, nach einigen Arbeiten an Karosserie, Bremsen und Motor, seine erste Rallye - genau wie seine Besatzung. Schon vor mehr als einem Jahr hatten sie sich angemeldet und freuten sich, als im Juni die Bestätigung im Briefkasten lag. Kein Wunder, ist die Sachsen Classic doch auch in diesem Jahr kräftig überbucht - trotz 190 Startplätzen.

Teamwork

Einer müsste es genau wissen: Ralph Alex, stellvertretender Chefredakteur der auto motor und sport, katapultiert sich gleich bei seiner ersten Rallye-Teilnahme nach vorne: Auf der ersten Etappe Tagessieg in der Sanduhrklasse und vierter Platz im Gesamtklassement. Er sitzt mit Wilfried Bockelmann, Mitglied des VW-Markenvorstands, im Cockpit des VW 1500 Cabriolet. Nach seinem Geheimrezept befragt, antwortet Alex: "Ein so erfahrener Pilot weiß einfach immer weiter, ich konzentriere mich auf das möglichst genaue Runterzählen - wenn Teamwork so gut klappt, das ist schon ein tolles Erlebnis."

Oder man hält es wie Gerhard Merkel, der einen 1977er Alfa Spider pilotiert: "Man kann auch vier bis sechs Zehntel daneben liegen, aber das sollte man dann konstant machen."

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