Rallye-WM in Mexiko 2019

Ogier feiert zweiten Saisonsieg

Sébastien Ogier - Citroen C3 WRC - Rallye Mexiko 2019 Foto: Motorsport Images

Sébastien Ogier hat den dritten WM-Lauf 2019 für sich entschieden. Eine halbe Minute hinter dem Titelverteidiger beendete Toyota-Fahrer Ott Tänak die Rallye Mexiko. Der Este verteidigte damit die WM-Führung.

Für Sébastien Ogier läuft es trotz seinem Ausrutscher in Schweden wie geschmiert. In Mexiko geigte der sechsfache Weltmeister groß auf, fuhr den zweiten Saisonsieg nach Monte Carlo ein, und hatte dabei das notwendige Glück auf seiner Seite.

Ein platter Reifen kostete ihn auf der 26 Kilometer langen Etappe von Guanajuatito zwar 22 Sekunden, doch es hätten mehr sein können. Wäre die Prüfung nach einem Unfall von Esapekka Lappi nicht abgebrochen worden. „Diese Rallye war immer gut zu mir“, sagte der Sieger strahlend im Ziel. Gleiches gilt für seinen Arbeitgeber Citroën: „Mexiko und Citroën ist eine echte Love-Story.“

Immerhin hat die Oneman-Show von Ogier mit zwei Siegen bei drei Rallyes die früheren Serien-Weltmeister vorbei an Hyundai auf den zweiten Rang der Marken-Tabelle gebracht, die man in Paris gar nicht auf dem Plan hat. Auf die Titelverteidiger von Toyota fehlen nur acht Punkte, obwohl Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen auf drei Autos und drei siegfähige Fahrer zurückgreifen kann.

Aber Toyota schwächelt ein wenig und das aus hausgemachten Gründen. Die falschen Felgen in Monte Carlo, dann das Dauerthema Lichtmaschine. Kris Meeke beendete die Rallye Mexiko auf Rang fünf. Jari-Matti Latvala wurde nur deshalb gnädiger Achter, weil nur 24 Autos am Start waren, und das WRC2-Feld angesichts der harten Strecken vor sich hinbröckelte.

Tänak größter Ogier-Herausforderer

Knapp war es nur hinter Ogier beim Gerangel um Platz zwei. Allerdings sah das Duell zwischen dem ab Samstag ohne Straßenfeger-Handicap agierenden Schweden-Sieger Ott Tänak in seinem Toyota Yaris WRC und dem verbleibenden M-Sport-Mann Elfyn Evans nur auf dem Papier wie ein echter Kampf aus. Evans fuhr im Ford eine starke Rallye, machte keinen Fehler und fuhr auf den 21 Prüfungen neun Mal unter die Top Vier, aber ohne die Gnade eines späten Startplatzes am Freitag, konnte der Waliser nur Rückzugsgefechte liefern.

Auch wenn man vor den abschließenden drei Sonntagsprüfungen nur um zwei Sekunden auseinanderlag, stand Evans gegen den heranstürmenden Tänak auf verlorenem Posten. In Sachen Speed war Toyotas Nummer eins wie bei jeder Rallye seit Sommer 2017 das Maß der Dinge. Wäre Tänak anstelle von Ogier freitags als Dritter losgefahren, hätte wohl der Este gewonnen. So belegte er den zweiten Rang. Evans freute sich über den letzten Podestrang.

Tänak und nicht der Viertplatzierte Thierry Neuville (Hyundai) erweist sich bislang als härteste Nuss für den Weltmeister in diesem Jahr. Und so erkundigte sich Ogier im Ziel als Erstes nach Tänaks Powerstage-Zeit. Mit einem schleichenden Plattfuß war der nur Sechster geworden, Ogier grinste zufrieden. Er verließ Mexiko mit der Maximalpunktzahl und ist zwar „nur“ WM-Zweiter, aber bis zu Tänak ganz oben sind es nur vier Punkte, und als Nächstes geht es nach Korsika, wo Ogier und Citroën die klaren Favoriten sind. Nicht unwahrscheinlich, dass Ogier in Argentinien wieder die Straße fegen muss.

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